Der ISIS und die "USA"

2014-10-08 16:24 (Kommentare: 4)

Obama, Osama, ISIS, Terror, Lügen, Fälschungen, Raub, Unterdrückung, Besatzung, Ausbeutung

Es ist beklemmend. Wir verlieren unsere angeborene menschliche Fähigkeit der Wahrnehmung und Beobachtung. Wir werden als Mensch immer weiter heruntergestuft, auf neudeutsch „down-graded“, bzw. lassen uns reduzieren zu Robotern. Weltweit. Dies ist die gegenwärtige alles beherrschende Weltkultur, die seit dem 16. Jahrhundert europäisch-christlich geprägt ist.

 

Wir kommen auf die Welt mit offenen Augen. Dann wird unaufhörlich versucht, uns ein Brett vor unsere Augen zu montieren. So lernen wir selbst, uns ein Brett vor unsere Augen zu befestigen. Es scheint seit dem Beginn der gegenwärtigen Zeitrechnung so gewesen zu sein, wenn wir den Jünger Mathaeus als eine verläßliche Quelle ernst nehmen würden.

 

Wir nehmen einmal an, daß die beiden Testamente über den Zustand der damaligen Gesellschaft verläßliche Auskünfte geben. Dann müßten wir aus den „Zehn Geboten“ und aus den vielen überlieferten Episoden folgern, daß die seinerzeitigen Gesellschaften kaum noch menschliche Züge hatten. Denn die verniedlicht bezeichneten „Zehn Gebote“ sind eigentlich „Zehn Verbote“, um die Menschlichkeit der Gesellschaft zu retten. Es sind gewichtige Verbote. Die spätere Christliche Moral, namentlich die europäisch-christliche, hat sich wenig darum geschert.

 

„An die eigene Nase fassen“ oder „Vor der eigenen Haustür kehren“ sollen auch Ratschläge von Mathaeus sein. Wir aber stattdessen lernen: Immer fleißig die ersten Steine zu werfen. Wir sehen immer weniger, hören nicht alles, wissen nicht mehr, wie die Natur riecht. Wir schmecken nur „MacDonalds“. Wir fühlen nur noch „Kosmetika“. Wir reden und handeln so, wie es einprogrammiert wird. Wir verlieren unser Gedächtnis. Langsam und unaufhörlich. Wir verlassen uns auf „Microsofts“. Wir lassen es zu, uns ein Brett vor den Augen zu montieren. Keine leichte Übung. Die „Eliten“ aller Länder bemühen sich emsig, diese schwierige Aufgabe zu packen, und geben sich alle Mühe, uns dem entsprechend zu programmieren.

 

Zwei aktuelle Beispiele, der „ISIS“ und die „USA“, offenbaren, wie unfähig wir geworden sind, zu sehen und zu unterscheiden. Drei Enthauptungen durch „ISIS“−Kämpfer schütteln die Weltöffentlichkeit auf. Es wird nicht wahrgenommen, daß die Enthauptungen nicht von dem Heer der Medienindustrie aufgedeckt worden sind. Die Täter veröffentlichen die Enthauptungen selbst im „NETZ“. Es folgt eine grenzenlose öffentliche Empörung.

 

Aber was ist der „ISIS“? Wie ist der „ISIS“ geschichtlich „ISIS“ geworden? Und was folgt daraus?

Dies ist das erste Beispiel.

 

Nun das zweite Beispiel. Ein staatliches Kommando der „USA“ durchlöchert mit Maschinengewehr den Al-Kaida-Führer Osama bin Laden in seinem Schlafzimmer wehrlos in einem fremden Staat, in Pakistan. Das ganze Geschehen wird live übertragen. Vor allem für die Befehlsgeber des Killerkommandos. Selbstverständlich auch für die Weltöffentlichkeit. Aber es folgt keine grenzenlose öffentliche Empörung. Überhaupt keine öffentliche Empörung. Wieso nicht?

 

So stelle ich dieselben Fragen:

Was ist die „USA“? Wie ist die „USA“ geschichtlich „USA“ geworden? Und was folgt daraus?

Dies ist das zweite Beispiel.

*****

 

„ISIS“ bedeutet „Islamischer Staat Irak Syrien“. Über den ISIS ist wenig dokumentarisch Belegbares bekannt. Ihre Wurzeln reichen zurück zu Al-Kaida. Der ISIS ist eine Bewegung der Muslime, die in den Teilgebieten von Irak und Syrien mit Waffen einen „Islamischen Staat“ erkämpfen wollen. Aus diesem Anspruch geht hervor, daß diese Bewegung die übrigen Staaten auf diesem Gebiet als „nicht-islamisch“ ablehnt. Auch der Islam ist kein monolithischer Block, dem Koran zum Trotz.

 

Dies dürfte eigentlich kein Problem sein. Warum sollten die Angehörigen des Islams in ihrem eigenen Gebiet nicht unterschiedliche Auffassungen über die reine Lehre des Islams haben und darüber streiten dürfen? Das ist die logische Folge schlechthin des Anspruchs der reinen Lehre jeder Religion. Warum sollten die Angehörigen des Islams ihre eigenen Angelegenheiten nicht in eigener Verantwortung, auf ihre eigene Weise regeln dürfen? Mit welcher Berechtigung maßen wir uns an, wir die nicht-Muslime, außerhalb des islamischen Gebiete lebend, uns in die innere Angelegenheiten der Muslime einzumischen?

 

Es wird dabei unter den Teppich gekehrt oder vergessen oder verdrängt, daß die europäischen Christen seit dem 11. Jahrhundert wiederholt fremde Gebiete nicht nur der Muslime attackieren, dort morden, die Menschen ausrauben und ab dem 16. Jahrhundert nachhaltig ausbeuten. Es wird auch unter den Teppich gekehrt, daß die Christen untereinander grausamer mit Mit-christen umgegangen sind als die Muslime untereinander. Wir wissen nicht, was Mathaeus zu diesen Vorgänge sagen würde.

 

Was ist also denn etwas Besonderes beim „ISIS−Islamischer Staat“? Warum ist der ISIS ein Problem? Es gibt bereits eine Reihe „Islamischer Staaten“ nicht nur in dieser Region. Es gibt eine Reihe Islamischer Staaten, in denen das vom Koran abgeleitete Scharia-Recht praktiziert wird, also all das schon durchgesetzt worden ist, wofür der ISIS kämpft. Ist der liebste "strategische" Partner der europäischen Christen und der "Internationalen Gemeinschaft" in dieser Region vergessen?

 

Den bewaffneten Kampf hat der ISIS in Syrien begonnen als Teil der „Opposition“ gegen das herrschende „Assad−Regime“, nicht ausdrücklich als „ISIS“. Die Kämpfer der „Opposition“ sind ausschließlich muslimische Widerstandsorganisationen, keine religiösen Minderheiten. Der Präsident Syriens, Baschar Al−Assad, gehört zu einer islamischen Minderheit in einem Staat von ca.75 % sunnitischen Muslimen. Auch christliche Minderheiten in Syrien unterstützen das „Assad−Regime“. Sie sind vor 2011 als Christen nicht verfolgt worden und sie gehören nicht zu den „Oppositionellen−Gruppen“.

 

Aus den bislang gelieferten Fernsehbildern geht hervor, daß die „Opposition“ gleichwertig bewaffnet ist wie das „Assad−Regime“. Sonst würden die bewaffneten Kämpfe seit 2011 nicht mit unverminderter Härte anhalten. Es ist müßig nach den Lieferanten der Waffen „hüben wie drüben“ zu fragen. Es sind immer die „anderen“, die „Bösen“, die Waffen liefern. Die richtige Frage ist, wer produziert in welchem Umfang Waffen. Diese richtige Frage wird nicht gestellt, weder in diesem Zusammenhang, noch in anderen Zusammenhängen.

 

Ich stelle diese Frage und suche nach Antworten. Es ist nicht schwierig, die Waffen- Produzenten zu finden. Die Jahresberichte des „Stockholmer Internationales Friedensinstitut (SPIRI)“ gibt verläßliche Auskunft. In 2012 wurden 95 % der Waffen von Europäischen Christen in zwei Kontinenten produziert und verkauft. Bekanntlich läuft keine Produktion von Waffen ohne eine gesicherte Logistik des Vertriebs. In diesem Bereich sind die Stimmen der "Internationalen Gemeinschaft", jener der "freiheitlichen, demokratischen Grundordnung" verpflichteten Journalisten, Publizisten, Wissenschaftler  auffällig leise. In diesem Bereich wird der Scheinheiligkeit keine Grenzen gesetzt.

 

Die Rangordnung der jährlichen Ausgaben für die „Mord−Maschinerie“, sprich Militärausgaben ohne die Kosten für die Geheimdienste, ist bemerkenswert. Die „USA“ kommt mit $ 682 Milliarden auf Rang (1), gefolgt von der Volksrepublik China mit $ 166 Milliarden, Russische Republik mit 90, 7 Milliarden, Groß Britannien mit $ 60, 8 Milliarden, Königtum Japan mit $ 59, 3 Milliarden, Republik Frankreich mit $ 58, 9 Milliarden, Königtum Saudi-Arabien mit $ 56, 7 Milliarden, Republik Indien mit 46, 1 Milliarden, Bundesrepublik Deutschland mit 45, 8 Milliarden und die Republik Italien mit 34, 0 Milliarden auf dem 10. Rang.

 

Die Staaten auf den Rängen von 2. bis 10. geben zusammen $ 618, 3 Milliarden für den Militärapparat aus. Dies sind $ 67, 7 Milliarden weniger als die „USA“ allein ausgibt. Wie gesagt, dieser Überblick ist für das Jahr 2012. Die Relationen früherer Jahren sind nicht anders.

 

Was bedeutet das? Ist dies nicht ein unerschütterlicher Hinweis darauf, daß die „USA“ darauf aus ist, über alle Staaten auf unserer Erde zu dominieren, und dann diese Staaten ausgiebig wirtschaftlich auszunutzen? Wenn ich "alle Staaten" schreibe, meine ich auch alle Staaten.

 

Den ISIS als „ISIS“ gibt es seit 2013. Er ist mit modernsten Waffen ausgerüstet. Was also macht das besondere beim ISIS aus? Wenn der ISIS sein Ziel erreicht, werden die gezogenen Grenzen aller „Staaten“ in dieser Region in Bewegung geraten. Das von fremden Besatzern diktierte und erhaltene Gleichgewicht wird ins Wanken geraten. Die nachhaltige Ausbeutung der Reichtümer dieser Gebiete würde dann erschwert.

 

Drei Enthauptungen durch die „ISIS“−Kämpfer schütteln die Weltöffentlichkeit auf. Diese werden, wie schon gesagt, nicht von dem Heer der Medienindustrie aufgedeckt. Die Täter verwahren sich gegen die einmischenden fremden Staaten in ihre inneren Angelegenheiten. Sie kündigen die Enthauptung der Gefangenen dieser Staaten an, wenn die Einmischung nicht gestoppt wird. Die Einmischungen der „USA“ mit Waffengewalt führten dann zu den drei Enthauptungen. Sie veröffentlichen die Enthauptungen selbst im „NETZ“ als Beweis dafür, daß sie es ernst meinen. Sie nehmen dabei eine grenzenlose öffentliche Empörung in Kauf.

*****

 

Nun zum zweiten Beispiel. Ein staatliches Kommando der „USA“ durchlöchert mit Maschinengewehr den Al-Kaida-Führer Osama bin Laden in seinem Schlafzimmer wehrlos, in einem fremden Staat, in der Islamischen Republik Pakistan. Das ganze Geschehen wird live übertragen. Vor allem für die Befehlsgeber des Killerkommandos. Und auch für die Weltöffentlichkeit im digitalen Netz. Aber es folgt keine grenzenlose öffentliche Empörung. Bedeutet das Ausbleiben einer öffentlichen Empörung etwas? Was bedeutet das? Nun die erste Frage zu "USA".

 

Wie ist die Gebilde „USA“ geschichtlich „USA“ geworden?

 

Die „USA“ (United States of Amerika) wird am 17. September 1787 von den europäisch−christlichen Räubern, Mördern, Völkermördern, Besatzern und Ausbeutern in dem nördlichen Teil jenes Kontinents gegründet. Der "Italianer" Cristoforo Colombo (auf Deutsch: Christoph Kolumbus) wird vom "Spanischen" Königtum in dem Glauben ausgerüstet, durch das Segeln westwärts nach dem reichem Indien an Land zu gehen und dort „Besitzungen“ zu erobern. Es war ein Irrglaube, erwachsen aus geografischer Ignoranz. Er geht an Land. Es ist nicht Indien.

 

Wie sich später herausstellt, landet er im einen östlichen Teil eines noch in Europa unbekannten Kontinents. Das Land ist reicher als Europa. Christoph Kolumbus raubt im Rausch. Morde der Beraubten sind zwangsläufig. Er kommt mit reicher Beute zurück. Die Investitionen für das Unternehmen haben sich ausgezahlt. Dieser Kontinent ist nicht weniger reich als Indien. Zwischen 1492 und 1787 liquidieren die europäisch−christlichen Räuber und Besatzer, − in der Hauptsache Spanier, Engländer und Franzosen −, die dort ansässige Bevölkerung und nehmen das Land in Besitz. Diese Räuber bekriegen sich naturgemäß auch untereinander, um den dauerhaften Besitz von einem möglichst großen Anteil des Kontinents zu sichern. Diese Besatzer realisieren bald, daß der Völkermord eine kurzsichtige Strategie gewesen ist, und ein dauerhafter Besitz und Ausbeutung auch Menschen als Arbeitskräfte erfordert.

 

Jahre vor dem Unternehmen-Christoph Kolumbus hat das Königtum Portugal auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien eine andere Idee, süd-ostwärts um Afrika herum. Es ist in Europa bekannt, daß Afrika reich ist. Der Portugiese „Heinrich der Seefahrer“ überfällt und erobert die nordafrikanische Stadt und Festung Ceuta bereits in 1415 und errichtet einen ersten „Stützpunkt“ für die weite Reise nach Indien. Er raubt in Maßen, nimmt Gefangene als Ersatz für seine Landsleute, die in Afrika im „Stützpunkt“ zurück bleiben. Das Unternehmen macht sich bezahlt, auch dank dem Zusatzgeschäft des Verkaufs der Gefangenen als Sklaven. So beginnt der europäische Sklavenhandel. Das Königtum Portugal errichtet viele „Stützpunkte“ in Afrika südlich von Ceuta. Das gleiche Verfahren. Als der Bedarf von Menschen als Arbeitskräfte für die "neuen Besitzungen" des Königtums Spanien bekannt wird, wittern die portugiesischen Besatzer Afrikas ein Zusatzgeschäft. Der „Sklaven-Handel“ zwischen europäischen Christen hüben wie drüben blüht auf.

 

Die Lage beginnt sich zu entspannen. Es spricht sich im Christlichen Europa herum, daß in den besetzten Gebieten im „neuen“ Kontinent ein Schlaraffenland mit „unbegrenzten“ Möglichkeiten erschloßen worden ist. Eine Einwanderungswelle aus Europa setzt bereits ab 1528 ein. Bis 1775 ist der Import von Christenmenschen aus Europa erschöpft. Juden Europas wollen auch daran teilhaben und kehren Europa den Rücken. Die Regeln in dem besetzten Kontinent werden von den Erstbesatzern gesetzt. Zusammen machen sie dann den Ureinwohnern richtig den Garaus. Der Begriff „Terrorismus“ ist noch nicht kreiert.

 

Im Verlauf dieses Vorganges holt die Besatzer im neuen Kontinent die Gier ein. Warum den Ausbeutungsprofit mit den heimatlichen Königtümern teilen? Vor allem sind sie nicht mehr abhängig von Zufuhren aus den heimatlichen Königtümern. Insbesondere im 18. Jahrhundert, als diese Königtümer nicht mächtig genug sind, die Waffengewalt in allen Ecken des weltweiten „Jagdgrundes“ einsetzen zu können. Außerdem sind sie ja alle Christenmenschen. Also kündigen in dieser günstigen Stunde die Besatzer von 13 Teilgebieten den europäischen Königtümern an, daß sie ab sofort keine Ausbeutungsprofite abführen werden.

 

Dieser Schritt vom 4. Juli 1776 kann als Desertieren oder als Rebellion bezeichnet werden. Aber diesen gierigen Opportunismus als „Unabhängigkeitserklärung“ zu verkaufen, das Besatzungsgebiet als Eigen zu beanspruchen und den ganzen Vorgang nachträglich als „völkerrechtlich“ gültig zu erklären, ist mehr als dreist. Den Rest dieser Geschichtsfälschung überlasse ich den „intellektuellen Prostituierten“, die sich als Geschichtsschreiber in der herrschenden Kultur positioniert haben. Soviel als Antwort zu dem ersten Teil der Fragen im zweiten Beispiel: Wie ist die „USA“ geschichtlich „USA“ geworden?

*****

 

Was folgt aus der Geschichte der Enthauptungen durch den ISIS?

 

Es dürfte noch zu erinnern sein, daß die gegenwärtigen staatlichen Grenzen erst nach dem sogenannten Ersten Weltkrieg in dem Gebiet des zerschlagenen Osmanischen Reiches erfunden worden sind. Davor war das ganze Gebiet ein Kalifat im Osmanischen Reich.

 

Im Wettkampf, fremde Gebiete auszurauben und diese zum Zwecke der Ausbeutung im Besitz zu halten, geraten die europäischen christlichen Königtümer in bewappnete Kämpfe. Das Deutsche Reich, die Österreich−Ungarn− Monarchie und das Osmanische Reich attackieren die Besitzungen in fremden Gebieten vor allem von den Königtümern Frankreich und Großbritannien und dem zaristischem Russland. Naturgemäß bekämpfen sie sich überall auch gegenseitig, auch in ihrer europäischen Heimat. Die „USA“ mischt sich erst 1917 ein und reiht sich in diesem Geschäft an die Seite von Königtümer Frankreich, Großbritannien und Russland. Wie viele unschuldige Soldaten und andere Menschen haben dabei ihr Leben gelassen? Und: In wie fern ist es den „Gefallenen“ von Bedeutung, wie ihnen das Leben genommen wurde?

 

Wie diese Kämpfe um Beute in fremden Gebieten zum „Ersten Weltkrieg“ mutierten, kann ich nicht nachvollziehen. Das zaristische Russland verschwindet nach der “proletarischen Revolution“ in 1917. Die drei Kriegsgewinnler teilen die Welt unter sich auf. Rendite für die Investitionen in diesen mörderischen Kriegen. Die „USA“ kassiert am meisten, die, wie gesagt, erst 1917 eine Kriegspartei wird. Das wirtschaftliche Monopol verschiebt sich von London nach New York. Auf der Landkarte der Welt erscheinen mehrere neue „unabhängige Staaten“. Der Begriff „Terrorismus“ war immer noch nicht kreiert.

 

Diese Kriegsgewinnler, − Großbritannien, Frankreich und die „USA“ –, setzen die neuen Grenzen zum Zwecke der ausdauernden Ausbeutung als Kriegsgewinn fest. Sie installieren dann ihnen genehme Stammesführer als ihre Statthalter neue "Könige", "Prinzen", etc. in diesen neuen „National-Staaten“. Auch diese Metamorphose, vom Königtum zum „National-Staaten“ kann ich nicht nachvollziehen. Eine „Maske“ für die Willkürherrschaft der Siegermächte über die Besiegten? Sie sorgen auch vor, damit später Raub, Mord, Ausbeutung mit einem Mantel der „Legalität“ zugedeckt werden kann.

 

Bereits während des sogenannten Ersten Weltkrieges beginnen die „USA“ und Großbritannien den „Mantel“ zu weben und zu nähen. Sie installieren in 1919 eine Einrichtung , die "League of Nations", damit ihr Kriegsgewinn dauerhaft erhalten bleibt. Es is mir ein Rätsel, wie aus der "League of Nations" in Deutschland der "Völkerbund" geworden ist. Es hat den Anscheinen, die neu entstandenen "Disziplinen der Wissenschaft" sind noch nicht Standfest, die "Wissenschaftler"stolpern noch über "Begriffe". Was ist ein Volk? Was ist eine Nation? Wie auch immer.

 

Die "League of Nations" heißt auf auf Deutsch der „Völkerbund“. Der "Völkerbund" wird also ins Leben gerufen, damit ihr Kriegsgewinn dauerhaft erhalten bleibt. Mit Regeln, versteht sich. Wer hat diese Regeln gesetzt? Ich nehme diese dumme Frage zurück. Wer soll sich nicht an die Weisheit unserer Vorväter erinnern?  „Wer die Musik bestellt, bestimmt die Melodie“? Anzumerken ist die Merkwürdigkeit, daß die „USA“ den „Völkerbund“ beherrscht, ohne je ihre Mitgliedschaft im „Völkerbund“ ratifiziert zu haben.

 

Die „Völker" in den "Nationalstaaten“ bekommen im „Völkerbund“ ihre Spielwiese, die „Mitgliederversammlung“. Die Regeln im „Völkerbund“ setzt der für alle Zeiten festgelegte „Exekutivrat“ (die großen Kriegsgewinnler) fest. Verwaltet wird der „Völkerbund“ von einem Sekretariat, geleitet von einem „General Sekretär“. Sollten einige glauben, ich hätte die Gründungszusammenhänge des „Völkerbundes“ und der „Vereinten Nationen“ verwechselt, werden gewiß von jenen belehrt, die wissen, daß diese beiden Gründungen aus dem identisch dreckigen Morast herrühren. Ich stelle nicht wieder die dumme Frage: Wer hat das Sagen im „Völkerbund“? Statt dessen merke ich an: Es versteht sich von selbst, daß Interessen-Reibereien im „Exekutivrat“ nicht ausbleiben. Der stärkste setzt sich selbstverständlich seine Interessen durch. Und dann liefere ich ein paar Fakten zum Nachdenken.

 

Die Mitgliedstaaten sollten die territoriale Integrität der anderen Mitgliedstaaten respektieren, jeden Mitgliedstaat gegen äußere Aggression schützen und die Aggressoren bis zu der untersten Ebene entwaffnen, die erforderlich ist, um die innere Ordnung zu erhalten. Wenn an dieser Stelle sich die NATO unsere Tage ins Bewußtsein klopft, ist dies berechtigt.

 

Die NATO wurde bereits 1919 gesät. Fakt ist auch, daß der mögliche „Aggressor“ auch schon ausgemacht ist. Die aus der „Oktober Revolution“ entstandene Sowjetunion im zaristischen Russland. Als eine voraus schauende und vorbeugende Maßnahme, um eine selbst gestylte „eigene Sicherheit“ als Vorwand zu kreieren. Nachzutragen ist noch, daß die Kriegsgewinnler von damals, die „USA“, Großbritannien, Frankreich und andere bis 1923 alles Kriegerische unternommen haben, um die „Oktober Revolution“ zu liquidieren. Vergeblich. Die Rote Armee der Sowjetunion wehrte die Attacken ab. Der Begriff „Terrorismus“ ist immer noch nicht erfunden.

 

Ein "Permanent Court of International Justice" wird 1922 für den „Völkerbund“ kreiert, so wie später der „Internationale Gerichtshof“ für die „Vereinten Nationen“. Es ist gewiss eine Fußnote wert, daß der größte Kriegsgewinnler beider sogenannten Weltkriege, die „USA“, beide Gerichte nicht anerkannt hat. Die „USA“-Kriegsverbrechen bleiben außerhalb der Reichweite der „Internationalen Gerichtsbarkeit". Bedeutet dieser Tatbestand etwas? Was bedeutet er?

 

Die "Liga der Nationen" (der Völkerbund) und die „United Nations“ (die Vereinten Nationen) haben viele "Töchter" geboren, die sogenannten Unter− und Neben-Einrichtungen. Diese sollen die häßliche Fratze einer Ära aufmöbeln, die gekennzeichnet ist durch fortgesetzte Kriege, Vergewaltigung, Raub, Mord, Völkermord und nachhaltige Ausbeutung. Nach welcher Pfeife diese in die Welt gesetzte „Töchter“ tanzen? Nun, wir wissen von unseren Vorvätern doch: „Wer das Gold hat, macht die Regeln.“ Oder, „Wer die Musik bestellt, bestimmt die Melodie“.

 

Der „Völkerbund“ überträgt Großbritannien das „Mandat“, Mesopotamien, und Frankreich das „Mandat“, Syrien und Libanon zu ordnen. Die Ölfelder sollen für die Kriegsgewinnlerverfügbar bleiben. Wie gesagt, Stammeshäuptlinge werden zu Königen erkoren. Faisal I, ein Sohn des „Scherifen“ Hussein von Mekka, wird 1920 König von Syrien, wird jedoch von den Franzosen vertrieben. Er wird aber schon 1921 König von Irak. Es geht um Erdöl. Russland als eine Siegermacht geht in diesem Geschäft leer aus, wegen der „Oktober Revolution“ in 1917.

 

Es ist unumstritten, daß Kämpfe, bewaffnete Kämpfe, Kriege untereinander im Osmanischen Reich oder anderswo nicht fremd waren. Aber diese hatten eine andere Qualität als Raubzüge durch Fremde, wie jene des Alexander von Makedonien und auch die Raubzüge der Islamischen Häuptlinge in Indien, dem Beispiel von Alexander von Makedonien folgend. Aber die systematischen Raubzüge, Besatzungen und Ausbeutungen mit brutaler Gewalt, die seit dem 16.Jahrhundert weltweit praktiziert werden, die Charakteristik der Ära Vasco da Gama, stellt eine gänzlich neue Qualität dar. Eine harte geschichtliche Zäsur.

 

Die an Personen, Stämmen, Dynastien, Königtümer, Religionen orientierten Erzählungen mögen als geschichtliche Überlieferungen emotional bunt und unterhaltsame Lektüre sein. Diese Ebenen der Geschichtsschreibung verdecken den fundamentalen Kampf um die Erhaltung der Existenz der Menschen im eigenen Gebiet, unter eigener Verantwortung, und die gerechte Verteilung der materiellen und kulturellen Güter nach ihrer eigenen Bestimmung. Die Ära Vasco da Gama ist aber gekennzeichnet durch den Raub fremder Bodenschätze und durch die Ausbeutung fremder Arbeitskräfte. Tendenziell dauerhaft. Mord und Völkermord inklusive. Auch Enthauptungen.

 

Es ist auch unstrittig, daß es trotz alledem in dem weiten Gebiet des einstigen Osmanischen Reiches Veränderung der Grenzen auch vor und nach dem sogenannten „Zweiten Weltkrieg“ gegeben hat. Der Staat Israel entsteht in 1948, nach dem identischen Muster des „ISIS“ für die Gründung eines jüdischen Staates. Die „Palästinenser“ werden aus dem jüdischen Staat weitgehend vertrieben. Seit 1967 hat der Staat Israel seine Grenze wiederholt ausgeweitet und Gebiete annektiert. Den gegenteiligen Beschlüßen der „Vereinten Nationen“ zum Trotz. Der Staat Israel weitet seine Grenzen heute noch aus, eine „Salamitaktik“ anwendend. Öffentliche Empörung? Fehlanzeige. Den aktuellen Bildern der totalen Zerstörung des Gazastreifens durch den Israelischen Staat zum Trotz. Ein besetztes Gebiet, gehalten wie ein „Konzentrationslager“ durch den Staat Israel.

 

Es ist unübersehbar, daß alle Bemühungen der verarmten Bevölkerung der einst reichen Gebiete, von den "Statthaltern" der Kriegsgewinnler niedergemacht worden sind. Nicht alle Könige, nicht alle Statthalter konnten gehalten werden, die den größten Ausbeutungsgewinn für die Kriegsgewinnler sicherstellten. Die Bevölkerung in Syrien war den König erst 1963 los. Die Baath Partei hat danach zweifellos mit harter Hand regiert, aber nicht auf Rechnung der Fremden. Der König von Irak wurde bereits 1958 vertrieben. Es folgte die "Unabhängigkeit". Die Baath Partei soll 1963 in Irak geputscht haben. Wie auch immer.

 

Alle neu installierten Machthaber im gesamten Gebiet der Öl−Felder, haben den Kriegsgewinnlern, der „USA“, Großbritannien und Frankreich zu dienen. In Persien auch. Die Verhandlungen für einen gerechteren Vertrag zwischen Persien und britischen Öl-Unternehmen brechen wegen Arroganz und Gier der Briten zusammen. Der Druck der Armut des Volkes im reichen Persien fegt schließlich in 1953 den Schah Mohammed Reza Pahlavi weg. Das neue „Parlament“ beschließt Verstaatlichung der Öl-Unternehmen. Bereits 1954 wird der vom Parlament gewählte Premierminister Mohammad Mossadegh auf Befehl von einem Vorgänger von Barack Obama, Dweight D. Eisenhauer ermordet. Die CIA nannte diesen Terrorakt verniedlichend „Operation Ajax“. Der Schah Mohammed Reza Pahlavi wird wieder installiert. Osama bin Laden ist noch nicht geboren. Aber diese Entwicklung in Persien kommt dem Vater Osama bin Ladens bei der Akkumulation des Reichtums in Saudi Arabien zu Pass. Das Königtum Saudi Arabien bleibt eine feste Bastion für die Kriegsgewinnler. Heute noch.

 

In Persien nehmen die gewaltsamen sozialen Unruhen zu. 1979 läßt die „Internationale Gemeinschaft“ den Schah Mohammad Reza Pahlavi endgültig fallen und sucht Gespräche mit dem Führer der islamischen Revolution, Ayatolla Ruhollah Musavi Chomeini, der erst am 1. Februar 1979 aus dem französischen Exil zurück kommt und die „Islamische Republik Iran“ gründet. In dem Verlauf dieser „Revolution“ wird die „USA“−Botschaft in Teheran von Iranischen Studenten besetzt und sämtliche Diplomaten für 444 Tage als Geiseln gehalten. Osama bin Laden ist jetzt 22 Jahre alt. Er sympathisiert nicht mit diesen Veränderungen. Er hat keine Koranschule besucht. Seine Familie und er sind „USA“ freundlich.

 

Der Begriff "Terrorismus" war immer noch nicht kreiert. Man benötigt eine Vielfalt von Begriffe: Militärputsch, Revolte, Aufstand, Unabhängigkeitskämpf, Freiheitskampf, Widerständler, Freischäler unw. jenach Opportunität. Heute heißt eher pauschal "Terrorismus" und "Terroristen". Merkwürdig ist, daß wir jene Terroristen willig übersehen, die fortwährend in fremden Gebieten Terror verbreiten und daß dieselben Terroristen alle jene, die diesem Terror zu widerstehen oder zu widersetzen versuchen, als Terroristen gebrandmarken. Die Formel ist einfach, „wer nicht für uns ist, ist Terrorist“.

 

Es scheint auch vergessen zu sein, daß der Staat Irak als enger Verbündeter der „USA“ einen Stellvertreter Krieg (1980 – 1988) gegen Iran geführt hat, und daß das Irakische Volk seit 1990 von den „USA“ regelrecht terrorisiert wird. Irak, Libyen und Syrien waren vor diesem Terrorismus dieser Kriegsgewinnler unter Führung der „USA“ stabile Staaten. Stabile Staaten in den Öl-Gebieten sind nicht so gut für das Geschäft der fremden Ausbeuter. Bekanntlich sind Geschäftemacher sind giering. Alle drei stabilen Staaten sind von den Kriegsgewinnlern destabilisiert worden. Aktuell wird von Christenmenschen beklagt, daß heute erheblich weniger Christen im Irak leben als früher, nämlich erheblich über eine Million Christen. Diese heuchelnde Wehklage beruht auf einem zu kurzen Gedächtnis.

 

Saddam Hussein regierte Irak von 1979 – 2003. Es gab keine Christenverfolgung. Sein Außenminister Tarik Aziz war ein Christ. Bis 2011 hat es in Syrien keine Verfolgung religiöser Minderheiten gegeben. Wie halten sich die muslimischen „Oppositionen“, unterstützt durch die „Internationale Gemeinschaft“, mit den christlichen Minderheiten? Der „Internationalen Gemeinschaft“ ist es wichtig das Assad−Regime zu stürzen, damit Russland den einzigen Zugang zum Mittelmeer verliert. In Abwägung von Interessen müssen halt auch Christenmenschen daran glauben.

 

Der ISIS operiert nicht in fremdes Gebiet. Es hat den Anschein, daß der ISIS ein großes Gebiet aus Syrien und Irak unter seine Kontrolle gebracht hat. Unisono wird durch die Medien-Fabriken der Eindruck von unvorstellbaren Grausamkeiten verbreitet, die der ISIS begangen haben sollen. Merkwürdig ist, daß von diesen Grausamkeiten bislang keine Bilder geliefert worden sind. Verbal dafür umso lauter. Auch wenn die Bilder die Worte nicht belegen, müßte eigentlich die gefälschte Berichterstattung auffallen. Tun sie es? Es werden doch wiederholt nur Bilder gesendet, die der ISIS selbst in das digitale Netz gestellt hat. Der ISIS besitzt keine Medienindustrie für öffentliche Verlautbarungen. Was machen die vielen Satelliten und die „wagemutigen“ Reporter ohne Grenzen? Haben Sie etwa totale „Sendepause“ eingelegt?

 

ISIS als ISIS (Islamischer Staat in Irak und Syrien) würde es ohne die Skrupellosigkeit und die Habgier der Kriegsgewinnler „USA“, Großbritannien und Frankreich, um den Besitz der fremden Öl-Felder im „Zweistromland“, nicht geben.

*****

 

Was folgt aus der Geschichte des kaltbrütigen Mordes an Osama bin Laden

durch die „USA“?

 

Am 22.September 2012 lehnt der „USA“ Kongress einen Antrag ab, die Finanzhilfe für den Islamischen Staat Pakistan auszusetzen.

 

Der „USA“−Senat stimmt mit 81 zu 10 gegen den Gesetzesentwurf des Republikaners Rand Pauls. Der Gesetzesentwurf, alle Zahlungen der USA an Pakistan einzustellen, bis Shakil Afridi aus dem Gefängnis entlassen wird. Shakil Afridi ist von der pakistanischen Justiz zu 33jähriger Haft verurteilt worden, weil er Informationen weitergegeben hatte, die zur „Kommandoaktion amerikanischer Spezialeinheiten“ zur Ermordung von Osama bin Laden geführt hat.

 

Die Bezeichnung „Kommandoaktion amerikanischer Spezialeinheiten“ ist verfälschend. Es war die Aktion eines Killerkommandos des Staates namens „USA“, befehligt vom „USA“−Präsidenten Barack Obama, in einem fremden souveränen Staat, Osama bin Laden zu ermorden. Planmäßig und kaltblütig. Die Aktion des Mordkommandos wird für Barack Obama und Hillary Clinton live übertragen und der internationalen Presse zugänglich gemacht.

 

Am 22. September 2012 setzt der Pakistanische Minister für Eisenbahn öffentlich 100.000 Dollar als Belohnung für die Tötung des Produzenten des „Schmähvideos“: „Die Unschuld der Muslime“ fest. Der Ministerpräsident Pakistans läßt erklären, daß diese Aktion eine private des Eisenbahnministers sei.

 

Was war geschehen? Wir erinnern uns. Am 2. Mai 2011 versammelt sich spontan eine Menschenmenge im Dunkel der Morgenstunden in Washington vor dem „Weißen Haus“. Tausende jubeln, sie schwenken „USA“-Fahnen. Sie feiern die „Exekution“ des Al-Kaida-Führers Osama bin Laden. Wie es zu dieser spontanen Freudenfeier kommt?

 

Kurz vor Mitternacht hat der US-Präsident Barack Obama in einer TV-Ansprache bekanntgegeben:

 

„Heute Nacht, ich kann dem amerikanischen Volk und der Welt berichten, die Vereinigten Staaten eine Aktion durchgeführt haben, in der Osama bin Laden getötet wurde, der Führer von Al-Kaida, ein Terrorist, der für den Mord von tausenden von unschuldigen Männern, Frauen und Kindern verantwortlich ist.

Fast vor zehn Jahren wurde ein leuchtender Septembertag verdunkelt durch den schlimmsten Angriff in der Geschichte des amerikanischen Volkes. Die Bilder vom 11. September 2001 sind im nationalen Gedächtnis eingeätzt. Entführte Flugzeuge rasten in einen wolkenlosen Himmel. Die “Twin Towers” fielen auf dem Boden zusammen. (…)

Bald wußten wir, daß Al-Kaida die Attacke durchführte, eine Organisation geführt von Osama bin Laden, der offen den USA den Krieg erklärte und den Mord von unschuldigen in unserem Land und anderswo in der Welt beschwor. (…)

Seit Jahren habe ich wiederholt klargemacht, daß wir in Pakistan handeln werden, wenn wir wüßten, wo Bin Laden wäre. Das ist, was wir getan haben. (…) Heute Nacht habe ich Präsident Zardari angerufen und dies tat auch mein Team mit seinem pakistanischen Counterpart. Sie stimmten zu, daß heute ein guter und historischer Tag für beide Nationen ist. (…) Die Sicherheit unseres Landes ist nicht vollendet. Aber heute Nacht haben wir bestätigt, daß Amerika tut, was wir tun wollen. Das ist unsere Geschichte. Für die Wohlfahrt unserer Bevölkerung, für den Kampf um die Gleichheit aller unserer Bürger, für unsere Verpflichtung zu unseren Werten in der Welt, und unser Opfer, um die Welt sicherer zu machen.

Gemeinsam erinnern wir uns. Wir tun dies nicht wegen Reichtum oder Macht, sondern weil wir sind, wer wir sind, eine Nation unter Gott für Freiheit und Gerechtigkeit für alle. Ich danke Ihnen. Gott schütze sie. Und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

 

Diese Rede Barack Obamas wird der Ausgangspunkt für die Betrachtung dieses Ereignisses für das komplette Netzwerk der internationalen Medien. Der folgende zusammenfassende Bericht ist beispielhaft für die inhaltliche Metamorphose in den Medien unmittelbar nach der der Rede von Barack Obama.

 

Mit dem Tod von Terroristenchef Osama bin Laden ist nach den Worten von US-Präsident Barack Obama eine große Bedrohung der globalen Sicherheit verschwunden. "Die Welt ist durch den Tod von Osama bin Laden sicherer geworden und ein besserer Ort", sagte der Präsident. "Heute ist ein guter Tag für Amerika." Die Menschen seien stolz, in den Vereinigten Staaten zu leben. Die USA hätten ihr Versprechen erfüllt, dass der Gerechtigkeit Genüge getan werde. "Es gibt nichts, was wir als Nation nicht schaffen", sagte der Präsident. Man werde "an den Gemeinsinn erinnert, der uns als Amerikaner ausmacht“.

 

Wir achten auf die zitierten Teile. Diese kommen in dem Originalton Barack Obamas so nicht vor. Warum diese gefälschten Zitate überhaupt? Warum hat es nicht gereicht, die Rede ohne Zitate zusammenzufassen? Fälschung aus Unachtsamkeit? Fälschung aus Gewohnheit? Fälschung als die zweite Natur? Wem dient die Fälschung? Wem schadet sie?

 

Hat Barack Obama die Rede selbst geschrieben? Natürlich nicht. Wir wissen ja alle, daß Personen, die in eine herausragende Position gelangen, ihre „Reden“ von Redenschreibern schreiben lassen. Für gutes Geld, versteht sich. Diese Rede von Barack Obama in allen ihren inhaltlichen Facetten hätte George W. Bush genau so gehalten, würde die „Operation“ während seiner Regierungszeit geschehen sein. Die Personen sind austauschbar. Es sind die Interessen, die geistige Tradition, die tradierte „Kultur“, die den Inhalt der Reden bestimmt. Nur etwas anders im Stil und in unterschiedlicher schauspielerischer Darbietung. Über Interessen, Tradition und Kultur der „USA“ Gesellschaft später mehr.

 

Die veröffentlichte Weltöffentlichkeit „feiert“ das „Ereignis“ ab. Viele Fragen werden erörtert. Viele Antworten gegeben. Gleichartige Fragen, gleichartige Antworten. Diese werden geliefert von Nachrichten-Agenturen, die mittlerweile weltweit in einem feinmaschigen Netzwerk miteinander verbunden sind. Die Nachrichten-Agenturen bestimmen, was die Medien für die Endverbraucher überhaupt verbreiten können. Die Medien für die Endverbraucher müssen stets eine eigene Auswahl aus diesem Pool treffen, je nach Interessen und je nach Platzkapazität.

 

Wer macht sich noch Gedanken darüber, was eine Nachricht ist, wie eine Nachricht zu einer Nachricht wird, wie die Agenturen arbeiten, wer die Agenturen im Besitz hält und so fort. Wer nimmt sich noch Zeit dafür, kann sich die Zeit dafür nehmen? Selbst der eifrigste Konsument der Medien weiß eigentlich nicht, was Fakt und was Fälschung ist. Was wahr, was halb wahr und was unwahr ist. Es ist ein immer dasselbe wiederkehrendes Spiel bei „Ereignissen“. Wie werden Ereignisse zum Ereignis? Nun! Wer will das wissen? Und wenn wir wirklich wissen wollen, wie könnten wir trotz alledem wissen, was sich wirklich ereignet hat? Sind wir nicht schlicht verdonnert zu glauben?

 

Ein Ereignis ist ein in Szene gesetztes Schauspiel, geprägt von „eventmakers“ der „Guinness Kultur“. Es sind Fragen und Antworten über „Details“. Wir werden tagelang mit kleinsten sich widersprechenden Einzelheiten überschüttet. Aber was wissen wir nach Konsum der Medien wirklich? In welchen Zusammenhang können wir die Einzelheiten einordnen? Werden wir nicht zugeschüttet mit vielfältigen Knospen, Triebe und Blätter vereinzelter Bäume, damit wir vergessen, daß wir in einem Wald sind? Damit wir nichts über den Wald wissen? Oder gar nicht mehr wissen wollen? Wie sollen wir Wälder unterscheiden lernen, wenn wir keinen Wald mehr sehen?

 

Ich weiß aufgrund der Rede Barack Obamas wirklich nicht, wie ich das Ereignis nachvollziehen, verstehen soll. Ich benötige Information. Widerspruchfreie Information. Damit ich in diesem „Theater“ des Abfeierns zurecht finden kann. Also beginne ich die Rede Barack Obamas bedachtsamer zu lesen.

 

Heute Nacht, ich kann dem amerikanischen Volk und der Welt berichten, daß die Vereinigten Staaten eine Aktion durchgeführt haben, in der Osama bin Laden getötet wurde, der Führer von Al-Kaida, ein Terrorist, der für den Mord von tausenden von unschuldigen Männern, Frauen und Kindern verantwortlich ist.

Fast vor zehn Jahren wurde ein leuchtender Septembertag verdunkelt durch den schlimmsten Angriff in der Geschichte des amerikanischen Volkes. Die Bilder vom 11. September 2001 sind im nationalen Gedächtnis eingeätzt. Entführte Flugzeuge rasten in einen wolkenlosen Himmel. Die “Twin Towers” fielen auf dem Boden zusammen. (…)

Bald wußten wir, daß Al-Kaida die Attacke durchführte, eine Organisation geführt von Osama bin Laden, der offen den USA den Krieg erklärte und den Mord von unschuldigen in unserem Land und anderswo in der Welt beschwor. (…)

 

Ich nehme den Tatbestand zur Kenntnis: Zwei Flugzeuge rasten am 11. September 2001 gegen die beiden herausragenden Türme von „World Trade Center“ in New York.

 

Aber zur Einordnung des Tatbestandes, zum Begreifen was alles danach passiert ist, benötige ich Information, die nicht geliefert werden. Was für Flugzeuge waren sie? In welcher Höhe flogen sie? Welche Piloten steuerten sie? Wo und wie wurden diese Piloten für einen solchen Sturz− und Zielflug trainiert? Um nur einige wenige Fragen zu nennen.

 

Das Flugbenzin hat an den Etagen des Schlages Feuer entfacht. Kann ich noch folgen.

Aber wie fallen die Türme in Schutt und Asche zusammen?

 

Aber wieso fällt die gesamte Konstruktion der Gebäude durch ein entfachtes Feuer zusammen? Waren die Türme Holzkonstruktionen? Welche Temperatur ist erforderlich, Stahlbeton und Stahlkonstruktion aleer Stockwerke zum SchmelzenI zu bringen? Viele Fragen dieser Art tauchen auf. Ich finde keine Antwort. Ich finde auch wenige Fragen in diesem Zusammenhang.

 

Der Führer von Al-Kaida, Osama bin Laden, übernimmt die Verantwortung für diesen Anschlag.

 

Warum tut er das? Was ist Al-Kaida? Nach welchen Kriterien wird eine islamische Organisation namens Al-Kaida zu einer muslimischen „Terror“ Organisation „geführt von Osama bin Laden, der offen den USA den Krieg erklärte“?

 

Was wäre, wenn der Führer von Al−Kaida nicht die Verantwortung für den Anschlag übernommen hätte? Ist der zitierte Halbsatz von Barack Obama nicht verwirrend? Wer hat nun der „USA“ den Krieg erklärt, Al-Kaida oder Osama bin Laden? Auch als Führer einer „Terrororganisation“ kann er wohl keinem Staat der Welt „den Krieg“ erklären. Der Krieg ist ein „völkerrechtlicher“ Begriff. Als eine „Terrororganisation“ kann Al-Kaida „Terroraktionen“ ankündigen und auch durchführen. Aber Krieg gegen einen Staat kann er nicht führen. Selbst wenn Al- Kaida sich definieren wollte als eine Organisation des Widerstandes gegen die Machenschaften eines Staates oder mehreren Staaten.

 

Menschen sterben. Ca. 3000. Es kommt nicht auf die genaue Zahl nicht an. Durch diesen Anschlag sind unschuldige Menschen ermordet worden. Ein Ermordeter ist schon ein Ermordeter zu viel. Aber „tausende“?

 

Ich begreife diese unbestimmte Übertreibung nicht. Welchen Zweck sollte, könnte diese Übertreibung haben? Der erste Halbsatz im alleresten Satz von Barack Obama offenbart mehr als eine plumpe Geschichtsfälschung:

 

daß die Vereinigten Staaten eine Aktion durchgeführt haben, in der Osama bin Laden getötet wurde

 

Eine Aktion? Es ist ein kaltblütiger Terroranschlag gegen Osama bin Laden in einem fremden Staat namens „Islamische Republik Pakistan“. Wieso getötet? Es ist kaltblütiger Mord. Ein Terrorkommando der „USA“ fliegt in der Nacht zum 02.05.2011 mit mehreren Hubschrauber in ein privates Anwesen in einem fremden Staat, dem souveränen Staat Pakistan, und durchsiebt mit Maschinengewehren den unbewaffneten Osama bin Laden, raubt seinen Leichnam, fliegt hunderte Kilometer zum Meer und entsorgt den Körper im Wasser unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Ist der Begriff „Leichenschändung“ den Christen fremd?

 

Wissen wir heute nicht mehr, was die „USA“ in den vergangenen fast zehn Jahren alles angestellt hat, um den „Terroristen“ Führer Osama bin Laden zu „fangen“ oder zu ermorden? Mußten Al−Kaida und Osama bin Laden für die „Strafaktionen“, für die „Luftschläge“, für den Terror der sogenannten „Internationalen Gemeinschaft“ in Afghanistan, in Irak und in Westpakistan herhalten, die ganz andere Gründe hatten? „Sind Begriffe wie „Strafaktionen“ und „Luftschläge“, für den Mega-Terror der „Internationalen Gemeinschaft“ in Afghanistan, in Irak und in Westpakistan angemessen? Aus welchen geltenden Gesetzen werden „Strafaktionen“ gerechtfertigt? Aus welcher geistigen Verwirrung und Haltung entstammen Begriffe wie „Luftschläge“? Wie viele unschuldige Menschen haben sie dabei ermordet? Wie viele Menschen sind es gewesen? 3.000? 30.000? 300.000? 3.000.000? 30.000.000? Waren darunter „unschuldigen Männer, Frauen und Kinder“? Oder sollen diese Morde als „Aktion Sühnezeichen“ gelten? Oder Für:

 

Heute Nacht, ich kann dem amerikanischen Volk und der Welt berichten, die Vereinigten Staaten hat eine Aktion durchgeführt, in der Osama bin Laden getötet wurde, der Führer von Al-Kaida, ein Terrorist, der für den Mord von tausenden von unschuldigen Männern, Frauen und Kindern verantwortlich ist.

 

Ich bin entsetzt, als ich den  O−Ton Barack Obamas höre. Ich habe dann die Rede auch nachgelesen. Ich habe mit einer solchen kalt kalkulierten Entgleisungbin nicht gerechnet.

 

"Die Sicherheit unseres Landes ist nicht vollendet. Aber heute Nacht haben wir bestätigt, daß Amerika tut, was wir tun wollen. Das ist unsere Geschichte. Für die Wohlfahrt unserer Bevölkerung, für den Kampf um die Gleichheit aller unserer Bürger, für unsere Verpflichtung zu unseren Werte in der Welt, und unser Opfer, die Welt sicherer zu machen.

 

Wenn wir uns nicht auf die denkbar primitivste Ebene verkrüppeln lassen wollen, müßten wir zumindest beginnen, über die Überlieferung von Mathaeus nachzudenken. Wollen wir selbst uns ein Brett vor den Kopf montieren oder uns ein Brett vor den Kopf montieren lassen? Wäre es total unmöglich, „Vor der eigenen Haustür zu kehren“, oder „An die eigene Nase zu fassen“?

*****

Wären wir nicht bereit, über die Überlieferungen von Mathaeus nachzudenken, müssen wir zurückblicken in die Geschichte und wissen wollen:

 

  • Erstens, was ist „AL-Kaida“? Seit wann gibt diese Organisation? In welchen Zusammenhängen entstand sie? Wie wird die Organisation finanziert? Welche Interessen stehen hinter dieser Organisation?
  • Zweitens, wer war Osama bin Laden? War er schon als „Terrorist“ zur Welt gekommen? Wie war sein Lebensweg? Wie wurde er „Terrorist“? Wo bekam er sein Training als „Terrorist“?

 

Zum ersten Fragenkomplex: Vor 1980 hat es „AL-Kaida“ nicht gegeben. Die Etymologie des Ausdrucks überlasse ich den Etymologen. Was war alles los um 1980? Der Irakische Staatspräsident Saddam Hussein erklärt den Krieg gegen die neuformierte Islamische Republik Iran. Iran ist nicht mehr „USA“−Freund wie Persien unter dem Shah Reza Pahlewi. Bekanntlich wurde der Shah von Persien vertrieben und ein „Islamischer Staat“ gegründet. Irak gilt als ein „USA“−freundlicher Staat in dieser Region. Saddam Hussein hat für diesen Krieg den Segen der „Internationalen Gemeinschaft“ und die militärische Ausrüstung und Unterstützung der „USA“ erhalten. Der Krieg wird mit einem Patt in 1988 enden. „USA“ hat nicht nur diese eine offene Rechnung mit dem neuen Islamischen Staat Iran. Wie schon berichtet, besetzt eine Gruppe von iranischen Studenten während dieser „Revolution“ am 4. November 1979 die „USA“-Botschaft in Teheran und hält das gesamte diplomatische Personal gefangen. Bis 20.Januar 1981.

 

Am 28. April 1978 wird König Mohammed Daoud Khan von Afghanistan Opfer eines Putsches. Die „Demokratische Republik Afghanistan“ wird ausgerufen. Die neue Regierung verliert zusehends an Boden gegen die konservativ-islamischen Kräfte. Die Sowjetunion marschiert am 25. Dezember 1979 in Afghanistan ein, um die „Demokratische Republik Afghanistan“ zu konsolidieren.

 

Afghanistan ist seit dem 11. Jahrhundert islamisch. Seit dem 13. Jahrhundert gewinnt Afghanistan geo-politische Bedeutung als das einzige Transitland für Raubzüge der islamischen Herrscher Mittelasiens zum reichen Indien. Während der Ära Vasco da Gama treten europäische Christen als Beutesucher in fremdem Gebiete auf. Allen voran die Briten und die Rußen. Seit dem Beginn des 19.Jahrhunderts versucht das zaristische Rußland den Briten den „kolonialen“ Besitz Indiens zu entreißen. Mehrere Kriege folgen zwischen Großbritannien und Rußland, um die Kontrolle über das Transitland-Afghanistan zu erreichen, bis 1917, bis zur Oktober Revolution. Nach dem „Ersten Weltkrieg“ mischt sich die „USA“ in diesen Kampf ein.

 

Die Besatzung Afghanistans durch die Sowjetunion ruft also die „USA“ direkt auf den Plan. Der „USA“−Präsident James Earl „Jimmy“ Carter hat die Schlappe im Iran kaum verdaut, sieht sich nun dringend unter Zugzwängen. Zunächst verkündigt er die sogenannte „Carter-Doktrin“, nach dem „Zweiten Weltkrieg“ die „Zweite Doktrin“ der „USA“−Regierung. Die erste hieß „Truman−Doktrin“, verkündet durch den „USA“−Präsidenten Harry S Truman am 12. März 1947.

 

Der Begriff „Doktrin“ in diesem Zusammenhang ist eine Mogelpackung. Sie ist schlicht eine Kriegserklärung. Die „Kriegsgewinnler“ des „Zweiten Weltkriegs“ geraten unmittelbar nach der Kapitulation der Besiegten in einen „Systemkonflikt“ mit der Sowjetunion, der knapp unterhalb des aktiven Krieges bleibt. Auf der einen Seite die „Kapitalistichen Staaten“ unter der Führung der Hauptkriegsgewinnler−„USA“ und auf der anderen Seite die „Sozialistischen Staaten“ unter der Führung der Sowjetunion.

 

Wie im „Ersten Weltkrieg“ tritt die „USA“ später, erst in 1942, in den Krieg ein und macht den größtmöglichen Kriegsgewinn. Sie verläßt sich auf ihre inzwischen gut ausgebaute Tötungs−Maschinerie, Bomben und ihre Träger. Ihre zivilen Verluste sind gleich Null. Die Sowjetunion dagegen, auch als eine „Siegermacht“, verliert rund 27 Millionen Menschen, darunter 8,7 Millionen Militärangehörige, China verliert rund 20 Millionen, Deutschland 6 Millionen, Japan 3 Millionen, Großbritannien ¼ Million und die „USA“ ¼ Millionen.

 

Seit 1946 finden fortlaufend „Stellvertreterkriege“ statt, um die Kriegsdividende sicherzustellen. Die Sowjetunion versucht das Öl−Land „Persien“ und Irak anzugreifen. Da kommt die „Truman−Doktrin“ mit der unverhohlenen Drohung an die Sowjetunion mit ernsthaften Konsequenzen, bis hin zum Einsatz von Atomwaffen. Die Sowjetunion war noch nicht so weit. Diese Kriegserklärung hat gewirkt.

 

Die „Carter-Doktrin“ ist eine größere Mogelpackung. Diese erklärt jede Aktion „ausländischer Mächte“ in der Golf−Region, speziell im Irak und Iran, als eine Kriegshandlung gegen die „USA“ und verkündigt dann:

 

„Jeder Versuch einer auswärtigen Macht, die Kontrolle über den Persischen Golf zu erlangen, wird als Angriff auf die zentralen Interessen der USA betrachtet und ... mit allen erforderlichen Mitteln, einschließlich militärischer, zurückgeschlagen werden.“

 

Ich habe auch die „Carter-Doktrin“ mehr als einmal gelesen. Ich lese auch die Charta der „Vereinten Nationen“. Jede „Doktrin“ dieser Art, hätte die „Vereinten Nationen“ auf den Plan rufen müssen. Bei meiner Suche bin ich nicht fündig geworden, daß auch nur ein Mitglied der „Vereinten Nation“ in irgendeinem Gremium je eine „USA−Doktrin“ wegen der Verletzung der Charta angemerkt hat.

 

Wie auch? Es gibt keine Anmerkung, wenn das Gremium nicht tagt. Ein Gremium tagt nie ohne eine Tagesordnung. Eine Tagesordnung fällt nicht vom Himmel. Einzelne Punkte werden „beantragt“. Die Anträge werden „beschieden“. Natürlich nicht in einer ordentlichen Sitzung. Sie kann ja nur stattfinden, wenn eine gültige Tagesordnung beschloßen ist. Wie kommt ein Beschluß zustande? Ich nehme mir die Freiheit zu widerholen: Nun, „Wer das Gold hat, macht die Regeln.“ Oder, „Wer die Musik bestellt, bestimmt die Melodie“.

 

Diese ist nicht nur bei den „Vereinten Nation“ so. Dies trifft für alle Einrichtungen in allen Gesellschaften zu, die stets „Freiheit, „Demokratie“ und „Rechtsstaatlichkeit“ vor dem Gesicht tragen. In einer so zivilisierten Gesellschaft fragt man nicht, wo das Geld herkommt und wie der „Musikbesteller“ zu seinem Geld gekommen ist. Weil es sich nicht „schickt“ zu Fragen, wissen wir nicht, wer die Musik in den Universitäten, Forschungseinrichtungen, in den „Denkfabriken“, in den „Medien“, in den „Nicht−Regierung−Organisationen“ (NGOs), in den diversen „Watches“ (Beobachtungsorganisationen)“, in den diversen „Hilfseinrichtungen“ und auch in „Amnesty International“ bestimmt. Ist es nicht auffällg, wie melodisch die abgelieferte Musik ist?

 

Daß die Geschichte der „USA“ nur diese „USA“−Kultur hervorbringt, kann ich nachvollziehen. Diese Kultur prägt ein: „Das Ausrauben ist unser selbst−bestimmtes Recht“. „Das Gesetz sind wir“. „Wir besitzen genug Waffen, alle zu ermorden, die dieses, unser Recht nicht akzeptieren wollen“.

 

Ich kann nicht nachvollziehen, warum kein einziges Mitglied der „Vereinten Nation“, auch 2014 ob der Rede Barack Obamas vor der Vollversammlung mit schlimmeren Inhalt als die „USA“−Doktrinen: „Wir sind das Gesetz“. „Wir bestimmen das Strafmaß“, „Wir stellen die Gerechtigkeit her“, diese Anmaßungen im Klartext zurückgewiesen hat, und der „USA“ nahe legt, aus der „Vereinten Nationen“ zu gehen.

 

So denke ich auch über die „Vereinten Nation“ nach. Und frage danach: „Wer dort die Musik bestellt“. Barack Obama hat es nicht bewenden lassen bei dieser unmenschlichen Rhetorik. Er hat noch eins darauf gesetzt. Wer sich den „USA“−Interessen entgegenstellt, ist krank. Ist Krebskrank. Ist ein Krebsgeschwür. Wann hat er seinen Friedensnobelpreis bekommen? Bald könnte „Terrorismus“ zum „Krebsgeschwür“ mutieren. Oder?

 

Der „USA“−Präsident James Earl „Jimmy“ Carter ist es auch, der der CIA in Afghanistan freie Hand gewährt, Islamische Widerstandsgruppen gegen die Besatzung durch die Sowjetunion für Guerillakämpfe auszurichten. Osama bin Laden ist gerade in seinem 21.Lebensjahr. Noch in der Ausbildung zum Bauingenieur. Die „Mudschaheddin“ sind Töchter der CIA. Die CIA mobilisiert auch die ideologische Rechtfertigung für „Mudschaheddin“ durch „Intellektuelle“ in der weiten islamischen Welt. Eine Schwester der CIA, die ISI, ist eingebunden bei der „Operation Cyclone“. Seit 1983 ist der Saudi Osama bin Laden in Afghanistan führend bei den Mudschaheddin.

 

CIA ist die Abkürzung für „Central Intelligence Agency“, eine der finanzstärksten „USA“−Geheimdienste, auch eine Kader−Schule für spätere Präsidenten, Minister und Abgeordnete. Die CIA führt auf Weisung des US-Präsidenten „verdeckte“ Operationen im Ausland durch. Mit einem Budget in Höhe von $ 15 Milliarden. Insgesamt hat die "USA" 2013 45 Milliarden Dollar ausgegeben.

 

ISI ist die Abkürzung für „Inter−Service Intelligence“, der militärische Nachrichtendienst der Islamischen Republik Pakistan, die stets mehr weiß als die Regierung. Sie weiß auch, wie die Atombombe nach Pakistan gekommen ist.

 

Die „USA“ rüstet die Mudschaheddin mit den modernsten Waffen gegen die sowjetischen Besatzer auf. Dieser „Stellvertreter-Guerilla-Krieg“ zermürbt die sowjetischen Besatzer. Der Begriff „Terrorismus“ ist immer noch nicht kreiert. Die Mudschaheddin, die späteren „Terroristen“, sind noch „Widerstandskämpfer“, obwohl sie in den arabischen „Königtümern“ und in Pakistan als „Söldner“ angeworben werden. Sind Söldner“ nicht gedungene Mörder? Die sowjetische Besatzung wird am 15. Februar 1989 endgültig zu Ende gehen.

 

Die Opium Produktion in Afghanistan wird 1979, insbesondere von dem finanzstarken “USA”−Geheimdienst CIA angekurbelt, um Einnahmen für die Mudschaheddin zu ermöglichen. Die Heroin Produktion findet unter der CIA−Kontrolle außerhalb Afghanistan statt. Der „kalte“ Krieg gegen die Sowjetunion ist der “USA” wichtig. Übrigens: Es gibt zwei sichere Sparten für Investoren mit hoher Rendite: Drogen und Waffen. Beide Sparten werden von den “USA” kontrolliert.

 

Für seine Bemühungen um Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte erhielt Carter 2002 den Friedensnobelpreis. Er war damit nach Theodor Roosevelt und Woodrow Wilson der dritte US-Präsident, dem diese Auszeichnung zugesprochen wurde.Barack Obama wird der Nächste sein. Es spricht für das Christliche Norwegen und für die Christliche Solidarität.

 

Die Mudschaheddin entwickelten nicht nur Haß auf die Kommunisten. Sie entwickeln auch eine eigene Identität als Vorkämpfer für den Islam. Wie schon erwähnt, die Sowjetunion holt sich eine Blutige Nase bei ihrer Besatzung von Afghanistan und muß 1989 fliehen. Die Mudschaheddin erleben, daß die „USA“ nicht weniger un−islamisch sind als die Sowjetunion. Sie sind nur gebraucht worden wegen der Pfründe fremder Ressourcen. Die Wurzeln der Al−Kaida sind bei den Mudschaheddin, die als Al−Kaida 1993 in Erscheinung treten mit einem groß angelegten Bomben−Attentat in 1993. Angriffsziel: World Trade Center in New York. Bomben in der Tiefgarage. Die beiden Zwillingstürme samt den darin arbeitenden Menschen sollten stürzen. Die Struktur des Gebäudes hielt trotz der enormen Sprengkraft der Bombe.

 

Aber nun zurück zum zweiten Fragenkomplex, zurück zu Osama bin Laden. Er kommt in einem reichen Haus im Königtum Saudi Arabien zur Welt. Nicht vor März 1957 und nicht nach Februar 1958. Sein Vater hat viele Frauen und viele Kinder. Aus Jemen eingewandert, verdient er als Bauunternehmer ein Vermögen in Saudi Arabien. Schon ab 1950 ist er reich. Reiche in Saudi Arabien sind natürliche Verbündeten der „USA“. Saudi Arabien besitzt das meiste Erdöl. Andere arabische „Wüstenstaaten“ auch. Dünn besiedelt. Wie schon bekannt, diese „Nation-Staaten“ sind geopolitische Schöpfungen der „USA“, Frankreich und Groß Britannien. Interessen−Stützpunkte. Könige dieser Staaten sind ebenfalls Schöpfungen ihrer Interessen. Als Staathalter.

 

In derselben Region ist Iran dagegen geschichtlich überliefert. Nach der Islamisierung wird Iran Kalifat, beherrscht von unterschiedlichen Dynastien. Dicht besiedelt. Hat auch viel Erdöl und Erdgas. Eine Allianz zwischen Islam und anglo-sächsischen Interessen sorgen für ein Machtgleichgewicht in der ganzen Region. Das Volk bleibt auf der Strecke. Auch schon vor dem „1. Weltkrieg“ hat sich das zaristische Rußland bemüht, Einfluß im Norden Irans zu gewinnen.

 

Iran hat sich schon zu einer „Monarchie“ mutiert. Der Reza Schah Pahlewi sucht die Unterstützung der Briten, die quasi als Öl−Händler die Region schon „kolonisiert“ hatten. Die ganze Region, die „der Nahe Osten“ genannt wird, steht aus zwei Gründen im Mittelpunkt. Die Nachbarschaft zur Sowjet Union und die weltgrößte Erdöl-Reserve. Nichts geschieht in dieser islamischen Region ohne die noch alles entscheidende Einmischung der „USA“, die Großbritannien und Frankreich den Rang abgelaufen hat.

 

Osama bin Laden verläßt sein Elternhaus, um im Auftrag des saudi-arabischen Geheimdienstes den Widerstand in Afghanistan und Pakistan zu organisieren, wo er die Guerillatruppen der islamischen Mudschaheddin aufbaut und sich als Spezialist für Festungen und Tunnelsysteme bewährt. Ab 1982 führt er selbst die Widerstandstruppen in den Kampf gegen die Sowjetunion, wobei er sich durch seine außerordentliche Tapferkeit auszeichnet. Als natürlicher Verbündeter der „USA“ genießt Osama bin Laden und die Mudschaheddin das Vertrauen der „USA“ in jenen Jahren. Zugleich schließt er sich Mitte der 1980er Jahre mit dem Führer der palästinensischen Muslimbrüderschaft Abdullah Azzem zusammen, der den afghanischen Widerstand aktiv unterstützt. Osama bin Laden verfügt bald über ein übergreifendes islamisches Söldnerheer, dessen Kämpfer er aus dem gesamten arabischen Raum rekrutiert.



Osama bin Laden verdient Anerkennung und Popularität in Ägypten, ein enger Verbündeter der „USA“ und anderer muslimischer Länder. Aufgrund seiner Bauinvestitionen für soziale Einrichtungen, wie Krankenhäuser und Schulen, und seiner Unterstützung der islamischen Widerstandsbewegung "Hijaz". Noch 1988 sollen Osama bin Laden etwa 20.000 Kämpfer in Afghanistan gegen die Sowjetunion unterstanden haben. Infolge des erzwungenen Rückzugs der sowjetischen Besatzungstruppen aus Afghanistan kehrt er 1989 nach dem saudischen Djiddah zurück. Dort gerät er wegen seiner politischen und religiösen Kompromisslosigkeit bald in Konflikt zum Königtum Saudi Arabien. Nach der Annexion Kuwaits durch den irakischen Staatschef Saddam Hussein stellt der saudische König Fahd 1990 der „USA“ Saudi-Arabien als Aufmarschbasis für den zweiten Golfkrieg zur Verfügung. Osama bin Laden kritisiert den König Fahd öffentlich für die gewährte logistische Unterstützung des „USA“−Waffengangs "Desert Storm".

 

Al−Kaida, Osama bin Laden und Saddam Hussein sind Geschöpfe der „USA“. Der ISIS ist ausgestattet mit modernen „USA“−Waffen. Zunächst als eine der „oppositionelle“ Kampfgruppen  in Syrien. Später als ISIS mit erbeuteten Waffen der Irakischen Armee. Ab dem 8. August beginnt Barack Obama, der mit dem Friedensnobelpreis dekoriert ist, einen selbstherrlichen Krieg gegen den ISIS im nördlichen Teil Iraks aus der Luft. Angeblich zum Schutz „amerikanischer Militärs und bedrohter Minderheiten“.

 

F18−Kampfjets werfen 220 Kilogramm schwere Bomben vom Flugzeugträger "George H.W. Bush" ab. Der Flugzeugträger "George H.W. Bush" war bereits im Juni in den Persischen Golf verlegt worden. Angeblich zum Schutz amerikanischer Militärs und bedrohter Minderheiten. Es ist ein Krieg des „USA“−Präsidenten Barack Obama. Es liegt nicht einmal eine Bewilligung dieses Krieges durch den „USA“−Kongress vor.

 

Was ist „Terror“? Was ist „Terrorismus“? Am 21. August verkündet die „USA“, daß der ISIS eine große Bedrohung für die „USA“ ist. Wie soll der „ISIS“, angeblich etwa 20000 „Terroristen“, die weite Gebiete in Syrien und Irak eingenommen haben, den Islamischen Staat gründen und verwalten, gleichzeitig große Bedrohung für die „USA“ sein? Die „USA“ gibt keine nachvollziehbare Erklärung. Die „USA“ muß nie für ihre laufend begangenen Barbareien eine Erklärung abgeben.

 

Fragt überhaupt einer danach? Wo sind jene geblieben, die das „Völkerrecht“ im Gesicht tragen. Es wird befürchtet, die Frage allein könnte eine große Bedrohung für die „USA“ sein. Wer will riskieren, die „USA“, die „Internationale Gemeinschaft“, die europäischen Christen zu kränken und als Folge ihres Handelns als „Terrorist“ gebrandmarkt zu werden? Über die Gewalt der beliebigen Etikettierung verfügen diese selbsternannten „Welt−Terroristen“. Sie haben die totale Kontrolle über die Medien−Manipulation−Industrie.

 

Gibt es keine „Fallouts“ der uranangereicherten Raketen und Bomben, wie in Hiroshima, Nagasaki, in Vietnam? Bis 18. September 2014 sind 162 Luftangriffe im irakischen Teil des ISIS durchgeführt. Frankreich, Großbritannien und einige andere Staaten gesellen sich zu diesem Krieg als willige „Helfer“ der „USA“. Deutschland mittelbar auch. Mehr als 20 Staaten wollen sich diesem Krieg anschließen. Aber nur in Irak. Völkerrechtswidrig.

 

Seit dem 23.September wird auch Gebiete im Staat Syrien angegriffen. Zusammen mit feinen Gesellen: Nach Informationen der "Washington Post" beteiligen sich Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain an dem Einsatz. Völkerrechtswidrig, versteht sich.

 

Jeder weiß, daß die „USA“ Zähne wie „ ein Haifisch“ besitzt. Es muß nicht noch bewiesen werden. Wenn diese Zähne in dem Gesicht getragen werden, verwandelt sich die „Vereinte Nation“ zu einem zahnlosen Tiger. Sind wir es auch schon? Können wir es uns leisten?

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Dita Meunier | 2014-10-10

Bravo ! Ein kühner Artikel . Es interessiert mich , Herr Aich, was Sie zum Status der Frau im Islam zu sagen hätten ..

Kommentar von Wolfgang Kulas | 2014-10-16

Sehr geehrte Dita Meunier,
bitte nicht verkehrt verstehen; "kühn" ist der Beitrag nicht. Unser Proffessor hat lediglich dank seiner Fähigkeit Tatsachen, Ereignisse, geschichtliche Abfolge ins Gedächtnis zurückgerufen, sofern wir ein solches uns bewahrt haben. Schade nur , dass wir von seinem Schlag bald weniger haben als eine Hand Finger hat. Oder täusche ich mich. Dann frage ich, wo sind diese? Machen sie sich bemerkbar und wenn sie das tun; wo sind sie.
Die vorliegende Analyse sollten wir nicht für uns behalten und fleißig weiter tragen wie es nur in unseren Möglichkeiten haben. Ansonsten wage ich die Behauptung, dass wir umsonst gelebt haben könnten. Wir haben eigentlich eine bessere Welt verdient.

Kommentar von Dita Meunier | 2014-10-17

Lieber Herr Kulas,
der Artikel ist für mich « kühn », indem er von der Meinung (fast) aller Medien abweicht, Frankreich ( ganz besonders !!) eingeschlossen. Natürlich bin ich mit der Analyse einverstanden ….

Kommentar von Wolfgang Kulas | 2014-10-21

...nun; wir verstehen uns wohl besser als gedacht. :-) Das mit dem öffentlichen Bekennen hat da wohl eher aber etwas mit Mut, Verstand, Ehrlichkeit zu sich selbst zu tun. In seinem Buch "Preis des aufrechten Ganges" schildert er mit seinen persönlichen Erfahrungen, was wir für eine tolle Gesellschaft haben. Und die "deitschen" beginnen wieder Morgenluft zu schnubbern. Anders kann man die gegenwärtigen Erscheinungen schwer bewerten und ich möchte meinen Kopf verwetten; würde heute Deutschland aus der NATO austreten würde Frankreich folgen. (jaja; Weihnachten und Ostern fällt auf einen Tag)
Man würd doch noch laut denken dürfen?? :-))

Truths.

Truths.

Preis des aufrechten Gangs

Eine dokumentarische Erzählung

Lügen mit langen Beinen

Entdeckungen, Gelehrte, Wissenschaft, Aufklärung

Vor dem Beginn und nach dem Ende

Jenseits des Universums der Physik
Wiederentdeckung der Einsichten aus alter Zeit