Universität Oldenburg: European Medical School oder die Systematik des Verleugnens, des Verfälschens Teil IV

2015-07-20 13:58 (Kommentare: 0)

Ein „Modellstudiengang Humanmedizin“?

Es ist still geworden um den angeblichen Modellstudiengang Humanmedizin an der Universität in Oldenburg. Das „angeblichen“ deshalb, weil inhaltlich an diesem Studiengang Humanmedizin nichts festzumachen ist, was das Etikett „Modell“ rechtfertigen würde. Die Universität Oldenburg vermarktet diesen merkwürdigen Studiengang nach wie vor mit vielen Worthülsen, wie sie von der Werbewirtschaft erfunden und vermarket werden. Wer soll mit den vielen Worthülsen hinters Licht geführt werden? Oder ist dies die Systematik des Verleugnens, des Verfälschens und des Verdrängens bei den Machern einer Universität, die den Namen von Carl von Ossietzky mißbraucht.

 

Ich habe versucht, mich in die Lage eines Aspiranten des Medizinstudienganges zu versetzen. Ich schaue mir die Selbstdarstellung der Universität im Internet im Juni 2015 an. Es gibt „Die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“ und die „Gesundheitswissenschaften“. Gesundheitswissenschaften und Medizin? Ist Medizin nicht ein Teil der Gesundheitswissenschaften?

 

Ich stolpere gleich wieder als ich weiter lese: „Die Departments der Fakultät VI“. Ich stolpere nicht über die Vermischung von zwei Sprachen, auch nicht über die fünf aufgeführten Departments. Diese sind: Humanmedizin, Medizinische Physik und Akustik, Neurowissenschaften, Psychologie, Versorgungsforschung. Es sind fünf verschiedene Studiengänge. Aber dann kommt „European Medical School“. Was soll das denn? Sind „Humanmedizin“ und „European Medical School“ zwei verschiedene Einrichtungen?

 

Also klicke ich zunächst auf „European Medical School“ und erfahre: „European Medical School“ heißt eigentlich „Die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“. Die bemerkenswerte Maskerade mit Englisch und Deutsch will ich nicht weiter kommentieren. Ich lese im Text weiter (hervorgehoben von mir):

 

Die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“ ist ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt der Universitäten Oldenburg und Groningen – und mit diesem länderübergreifenden Profil einzigartig in Europa. Ziel der EMS ist es, neue Wege in der Medizinerausbildung zu gehen. Das Lehrkonzept ist praxisorientiert und forschungsbasiert – und bietet die Chance, hochqualifizierte Ärztinnen und Ärzte für die Nordwestregion auszubilden.

Durch die Zusammenarbeit von Universität und den drei Oldenburger Krankenhäusern – das Klinikum, das Evangelische Krankenhaus und das Pius-Hospital – entsteht ein neuer universitätsmedizinischer Standort in Oldenburg. Dieser schließt eine Versorgungslücke in der Region. Enge Kooperationen mit der Karl-Jaspers-Klinik im Bereich Psychiatrie und mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sind ebenfalls wichtige Bausteine der Oldenburger Universitätsmedizin.

Jedes Jahr beginnen 40 Studierende an der Universität Oldenburg ein Medizinstudium. Vom ersten Tag ihres Studiums an werden sie intensiv auf ihren Beruf vorbereitet – durch problemorientiertes Lernen mit Tutoren, durch berufsbezogene Kommunikationsschulung und durch konsequente Forschungsbezüge im Studium. Der Studiengang schließt mit dem Staatsexamen ab. Zusätzlich kann an der Partneruniversität Groningen der Masterabschluss in „Geneeskunde“ erworben werden.

Eine Besonderheit der Ausbildung ist der Studierendenaustausch. Dazu gehört nach Groninger Vorbild auch das Forschen in standortübergreifenden Projekten. Mindestens ein Jahr ihrer sechsjährigen Ausbildung verbringen die Oldenburger Studierenden in Groningen, Groninger Studierende haben die Möglichkeit, ein Jahr in Oldenburg zu studieren. Auf diese Weise bekommen niederländische und deutsche Studierende einen profunden Einblick in ein anderes europäisches Gesundheitssystem.

Zwei Forschungsschwerpunkte prägen die universitäre Medizin in Oldenburg: „Neurosensorik“ und „Versorgungsforschung“. Im Bereich der Neurosensorik arbeiten Wissenschaftler der Universität Oldenburg schon seit Jahren intensiv mit der Universität Groningen und den Oldenburger Kliniken zusammen. In der „Versorgungsforschung“ gibt es eine gute Basis, auf der aufgebaut werden kann.

Von der European Medical School profitiert die gesamte Nordwestregion. Sie trägt dazu bei, dass innovative Behandlungsmethoden im Nordwesten noch besser verfügbar werden. Und in der Gesundheitswirtschaft setzen EMS und universitäre Medizin kräftige und nachhaltige Impulse.

*****

 

Die Hervorhebungen sind Stolpersteine für mich. Sie müssen nicht unbedingt zusätzlich kommentiert werden. Bekanntlich sind die Studienplätze für das Studium der Medizin in Deutschland knapp. Wäre ich ein werdender Studierender, wäre ich angesichts dieser „Selbstdarstellung“ eines „Modellstudienganges Humanmedizin“ an der Universität Oldenburg verwirrt, weil ich zwischen „EMS und universitärer Medizin“ nicht unterscheiden kann. Aber ein Studienplatz ist ein Studienplatz. Und auch hier beginnt die „Systematik des Verleugnens, des Verfälschens und des Verdrängens“. Damit noch nicht genug. Der aktuellste Werbespot, angezeigt auf derselben Seite (hervorgehoben von mir):

 

Studierende in ihrem Medizinstudium auf Augenhöhe ausbilden: Das ist wichtig aus der Sicht von Prof. Dr. Martina Kadmon. Die Professorin für Medizinische Ausbildung an der Medizinischen Fakultät der Universität Oldenburg setzt sich dafür ein, dass die angehenden Ärzte bereits in ihrem Studium Verantwortung übernehmen – und dabei ein rasches Feedback mit konkreten Beobachtungen bekommen. Und sie fordert: Ärzte sollten sich nicht nur als Ärzte, sondern zugleich auch als Lehrende verstehen.

Hier gelangen Sie zu einem Videoporträt von Frau Prof. Dr. Kadmon.

www.rug.nl

 

Auf www.rug.nl führt zum „Homepage“ der Groninger Universität. Über „die Zusammenarbeit von Universität (Oldenburg) und den drei Oldenburger Krankenhäusern“, über „Staatsexamen“, über einen möglichen „Groninger Masterabschluss in Geneeskunde“ und über die Universität Groningen in den Niederlanden in einer Weile mehr. Was aber steckt hinter „innovative Behandlungsmethoden im Nordwesten noch besser verfügbar werden“?

 

Fakt ist, die Planer dieses Studiengangs im Allgemeinen und die Planer an der Universität Oldenburg im Besonderen hatten null Ahnung über den tatsächlichen Zustand der Gesundheit der Menschen im Nordwesten Deutschlands. Es hat immer noch keine Erhebung darüber gegeben. Und die Planer an der Universität Oldenburg hatten null Interesse sich mit dem weitverbreiteten Wissen zur Gesundung und Gesunderhaltung auch nur vertraut zu machen. Dieses Wissen ist nicht Gegenstand von Erörterungen in „den drei Oldenburger Krankenhäusern“, über „Staatsexamen“, über „Groninger Masterabschluss in Geneeskunde“.

 

Eine ausführliche Beschreibung über das weitverbreitete überlieferte Wissen zur Gesundung und Gesunderhaltung im Nordwesten Deutschlands sind in meinem Blog zu finden:

 

Universität Oldenburg: European Medical School oder die Systematik des Verleugnens, des Verfälschens und des Verdrängens. Teil III

 

Wie am Schluß dieses obigen Blogs angekündigt, nehme ich den Faden mit Elfride Fust wieder auf.Sie ist die Leiterin des Instituts für natürliche Heilweisen. Forschen – Heilen – Lehren in Weener. Weener ist eine alte Ostfriesische Stadt zwischen Groningen und Oldenburg. Das Institut und die Praxis Elfriede Fust wird viel beansprucht, auch aus dem benachbarten europäischen Ausland. Als es beschlossen ist, daß die Universität Oldenburg einen „Modellstudiengang Humanmedizin“ bekommt, habe ich mit meinem früheren Universitätskollegen Reto Weiler ein Gespräch gesucht. Er ist ein Schweizer, Professor für „Neurobiologie und Ethologie“ in Oldenburg seit 1986, eine Zeitlang als Vizepräsident für Forschung zuständig und ein Gründungsmitglied der European Medical School. Wissenschaftliche Neugier habe ich bei ihm nicht erwecken können. Er hat mich mit dem Hinweis vertröstet, ich solle abwarten, bis der Gründungsdekan gefunden ist. Ich habe es diesem promovierten und habilitierten Zoologen nachgesehen.

 

Ich habe nicht recherchiert, welche Akteure aus welchen Interessenzusammenhängen diesen „Modellstudiengang Humanmedizin“ an der Universität Oldenburg installiert haben. Fest steht, daß die Landesregierung Niedersachsens in 2007 den Studiengang Medizin für die Universität Oldenburg beschlossen hat. Die Medizinerin Babette Simon wird in 2010 Präsidentin der Universität Oldenburg. Sie ist von ihrer medizinischen Grundausbildung eine „Internistin“. Sie hat einige Jahre in der Marburger Universitätsklinik, die heute eine GmbH unter dem Dach der Fresenius AG ist, gearbeitet. Sie ist promoviert und habilitiert. Sie ist viel gereist. Sie hatte bereits viele verschiedene Stellen inne. Sie ist 50 Jahre alt.

 

Eckhart Georg Hahn wird in 2011 der Gründungsdekan des „Modellstudiengangs Humanmedizin“. Er hat zwischen 1989 und 2010 „Drittmittel“ für „Forschungen“ in Höhe von 21.4 Mill. € verbraucht. Auch er ist promoviert und habilitiert. Auch er war mit der Marburger Universitätsklinik verbunden. Auch er ist viel gereist. Auch er hatte viele verschiedene Stellen. Ende 2009 hat er schon sein Ruhestandalter erreicht. Aber spätere Honorarverträge im Ruhestand sind lukrativ.

 

Ich bin dem Vorschlag von Reto Weiler gefolgt. Ich habe Eckhart Georg Hahn und Babette Simon folgendes am 16. Juni 2011 geschrieben:

 

ich wende mich an Sie mit einem Vorschlag zu einer thematischen Ergänzung im neuen Studiengang von 'Medical School Oldenburg – Groningen'.

Ich halte mich kurz. Ich skizziere den Gegenstand. In der Region Nordwest Deutschland und in Ost Niederlande kommen vielfältige angewandte Heilwissen vor. Diese florieren parallel zur vorherrschenden Heilkunde. Oft als die letzte Zuflucht für eine Heilung, Viele von ihnen werden zweifelsohne geheilt. Es fehlt eine genaue Beschreibung des Heilungsvorganges. Oft auch die Vermittlung der Heilfähigkeit an Lernwillige. Einige jedoch vermitteln ihre Heilkunde und Heilfähigkeit regelmäßig in Seminaren. Vorwiegend an Heilpraktiker.

Beide dieser Gruppen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Die neue Fakultät für Medizin an der Carl von Ossietzky Universität ist gefordert und herausgefordert. Sie ist in dieser Region beheimatet.

Einige Medizinische Fakultäten Deutschlands haben die „Fernöstliche Heilkunde“ einbezogen. Die neue Fakultät in Oldenburg – Groningen könnte, wie ich meine sollte auch, erstmalig in Deutschland für die eben beschriebene parallele Heilkunde einen geregelten „Prüfstand“ einrichten, um „den Weizen von der Spreu“ zu unterscheiden. Sowohl im Bereich der Diagnostik, wie auch im Bereich der Therapie. Die Kosten für die Einrichtung eines solchen Prüfstandes sind gering.

Diese parallele Heilkunde kommt ohne teure medizinische Geräte, Labore und Breitbandpharmazeutika aus. Die Teile dieser Heilkunde, die den Prüfstand der neuen Fakultät passieren, - ich garantiere Ihnen, daß einige Heilkunden den Prüfstand mit Bravour passieren werden -, würden bahnbrechend für die Kostensenkung im Gesundheitssystem sein.

Ich stehe für die weitere Konkretisierung meines Vorschlages Ihnen Herr Hahn und der Frau Präsidentin Prof. Dr. Simon jeder Zeit zur Verfügung. Den gleich lautenden Vorschlag erhält auch Frau Simon.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und freundliche Grüße.

Prodosh Aich

 

Das Sekretariat der Präsidentin bestätigt mir postwendend den Eingang des Vorschlages und stellt sowohl der Präsidentin als auch dem Gründungsdekan den Vorschlag zu. Am 25.07.2011 habe ich mich in Erinnerung gebracht:

 

ich unterbreitete Ihnen am 16.06.2011 einen Vorschlag zu einer thematischen Ergänzung im neuen Studiengang von 'Medical School Oldenburg – Groningen'.

Nachdem nun mehr als fünf Wochen vergangen sind und ich keinerlei Rückmeldung erhalten habe, bringe ich hiermit meinen Vorschlag in Erinnerung.

Selbst wenn der Vorschlag zum Papierkorb gewandert sein sollte, erwartete ich eine eben solche Mitteilung. Oder hat sich die akademische Kultur mittlerweile so weit gewandelt, daß meine Erwartung als veraltet gelten muß?

Der „Vorschlag“ ist in der Anlage.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und freundliche Grüße.

 

Am 08.08.2011 schreibt mir Dr. Claudia Bardachzi: Im Auftrag von Frau Professor Simon bedanke ich mich für Ihre Anregungen zur inhaltlichen Ausgestaltung des geplanten Medizinstudiengangs an der Universität Oldenburg.

Wir arbeiten derzeit an der Gestaltung der Curricula und nehmen Ihr Interesse in unsere Überlegungen auf. Sollten sich konkrete Anknüpfungspunkte ergeben, kommen wir gerne auf Ihr Angebot zurück.

 

Am 25.08.2011 schreibe ich:

 

Sehr geehrte Frau Bardachzi,
vielen Dank für die Mitteilung von Frau Professor Simon, die Sie in ihren Auftrage mir zugestellt haben. Ich habe den Inhalt zu Kenntnis genommen: ‚
Wir arbeiten derzeit an der Gestaltung der Curricula und nehmen Ihr Interesse in unsere Überlegungen auf. Sollten sich konkrete Anknüpfungspunkte ergeben, kommen wir gerne auf Ihr Angebot zurück.‘


Ich möchte Sie hiermit bitten, meine Schreiben im Anhang der Präsidentin und dem Gründungsdekan der Medizinischen Fakultät zuzustellen.

Vielen Dank und freundliche Grüße.
Prodosh Aich


Hier ist das Schreiben im Anhang:

 

"ich nehme Bezug auf meine Schreiben vom 16.06.2011 und vom 25.07.2011, die in der Anlage sind. Ich unterbreitete Ihnen den Vorschlag:

Die neue medizinische Fakultät in Oldenburg – Groningen sollte, einen geregelten „Prüfstand“ einrichten für die noch nicht von universitärer medizinischer Ausbildung eingeschlossene parallele Heilkunde. Dies wäre nicht nur einmalig in Deutschland.

In meinen Schreiben habe ich kein „Interesse“ bekundet, „an der Gestaltung der Curricula“ bedacht zu werden. Ich habe in höflicher Form eine Forderung bzw. einen Antrag zur Einrichtung eines geregelten Prüfstands gestellt. Im berechtigten öffentlichen Interesse.

Ich biete Ihnen heute zwei beispielhafte Demonstrationen an im „Institut für natürliche Heilwesen“ in Weener, nahe der niederländischer Grenze. Sie werden − in welcher kompetenten Besetzung auch immer − beobachten, erleben und erfahren, wie anders und wie viel schonender als in der herrschenden Dermatologie Allergene bei den Patientinnen identifiziert und gelöscht werden können. Ebenso die Löschung von Nikotinsucht. In einer Behandlung. Ohne Anwendung von Chemie. Die Methode der Behandlung kann jedem interessierten vermittelt werden.

Sie dürfen und sollen auch Ihre Patienten selbst frei auswählen. Ich werde den Termin koordinieren.

Bitte lassen Sie mich ohne Umschweife bald wissen, wie Sie mit meinem Antrag umzugehen gedenken.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und freundliche Grüße."

 

Sie sind nie auf das Angebot, sich mit überlieferten Heilkunden in der Nordwest−Region Deutschlands auseinanderzusetzen, zurückgekommen.Von einem Prüfstand ganz zu schweigen. Wie hieß es noch? Wir arbeiten derzeit an der Gestaltung der Curricula und nehmen Ihr Interesse in unsere Überlegungen auf. Sollten sich konkrete Anknüpfungspunkte ergeben, kommen wir gerne auf Ihr Angebot zurück.‘ Was bedeuten Sätze wie diese?

 

Es macht wenig Sinn, über die Beweggründe der Macher eines Studienganges mit der scheinheiligen Maske von Reformern Gedanken zu verschwenden. Die Macher sind eh nicht einmal Zugvögel, sie sind „Heuschrecken“. Sie kommen, fressen sich satt und ziehen weiter. Die viel gereiste Babette Simon und Eckhart Georg Hahn haben die Universität Oldenburg bereits verlassen. Wer weiß es nicht, daß jeder Wechsel finanzielle Vorteile bringt? Sie haben als Profiteure dieses Unternehmen verlassen.

 

Wir werden uns mit diesen Ereignissen um und mit

  • der „European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“,
  • den „Departments der Fakultät VI“ an der Universität Oldenburg,
  • den Oldenburger Krankenhäusern, der Nordwestregion Deutschlands,
  • der Groninger Universität

als Einrichtungen gründlich befassen müssen, und vor allem mit den Betroffenen Menschen in diesen Einrichtungen. Bekanntlich gibt es bei jedem Geschehnis und bei jedem Ereignis Betroffene. Unter den Betroffenen gibt es immer Gewinner und Verlierer. Wenige gewinnen, die meisten verlieren. Aus der Natur der Sache heraus.

*****

 

Es ist ein Ärgernis für die die „vorherrschende Medizin“, daß trotz der christlichen heiligen Inquisition, der Hexenverbrennungen und der fortwährenden Glaubenskriege die überlieferte Heilkunde überlebt hat. Elfriede Fust in der Nordwestregion Deutschlands ist ein Beispiel dafür.

 

Elfriede Fust ist keine Heilpraktikerin. Sie besitzt die Lizenz einer Heilpraktikerin. Sie ist eine Heilerin. Sie hat eine Menge entdeckt für ihre Diagnoseverfahren und für ihre Therapien. Ihre Fehlerquote ist gering. Sie kann ihre Erkenntnisse, ihre Entdeckungen weiter vermitteln. Sie überschreitet nicht ihre Kompetenz.

 

Elfriede Fust hat auch Bücher über ihre Heilbehandlungen geschrieben. Ich habe ihre Seminare besucht. Ich habe viele Videoaufnahmen über Behandlungen und in ihren Seminaren gemacht. Diese Aufnahmen sind stets in einer Einstellung. Also ohne Schnitte. Nach vielen Gesprächen mit ihr und mit einigen Ärzten, praktizierende sogenannte Schulmediziner, habe ich ein Forschungsvorhaben entwickelt. Der Vorschlag vom 25.08.2011, an der Universität Oldenburg einen Prüfstandeinzurichten, ist ein Kernstück dieses Forschungsvorhabens gewesen. Zunächst folgt das Forschungsvorhaben und danach die Geschichte, was daraus geworden ist:

 

Dr. phil. habil. Prodosh Aich

Hochschullehrer i. R., Universität Oldenburg

 

 

Uferstraße 40 A, D - 26135 Oldenburg; Telefon (O441) 2480 890, Fax (0441) 2480 891

                                             Email: prodosh.aich@t-online.de; prodosh.aich@uni–oldenburg.de;

Website: www.acharyya.de

 

 

Oldenburg, Dezember 2004

 

 

Aufruf zur Forschungskooperation über eine Methode

der medizinischen Diagnostik.

 

 

I. Allgemeiner Hintergrund des Forschungsvorhabens

 

Die vorherrschende Wissenschaft, bezogen auf die Menschheitsgeschichte, ist sehr jung. Die vorherrschende Medizin ist noch jünger. Die zunehmende Verlagerung der Empirie von unmittelbaren Beobachtungen hin zu den mittelbaren Deutungen mit Hilfe der immer komplexer werdenden Instrumenten und Apparateanordnungen stellen ein grundsätzliches Problem dar. Gibt es noch verläßliche Kriterien, um im Wald der virtuellen Wirklichkeiten die eigentliche Wirklichkeit zu entdecken? In den Gesellschaftswissenschaften finde ich dafür keine verläßlichen Kriterien.


Die heranführenden Überlegungen in diesem interdisziplinär angelegten Forschungsprojekt sind die Heilkunde in der Geschichte im allgemeinen und der Ist–Zustand der Diagnostik in der vorherrschenden Praxis der Heilkunde im besonderen. Die Diagnostik in der vorherrschenden Heilkunde stützt sich nicht auf Grundlagenforschungen. Es sind Ergebnisse von „trial and error“. Also noch in der Anfangsphase. Mit der Planung dieses interdisziplinären Forschungsprojekts zur Innovation im System der medizinischen Diagnostik hoffe ich sie auf eine fundiertere wissenschaftliche Grundlage zu stellen.

 

Die Hauptstütze der vorherrschenden Diagnostik sind: Labore und Apparate. Immer komplizierter werdend. Der einzelne Mensch tritt zunehmend in den Hintergrund. Der behandelnde Arzt schaut immer weniger den Patienten an. Das unmittelbare Anschauen des Patienten und das Bestreben des Hineinschauens in das Innere des Körpers stehen nicht mehr im Mittelpunkt. Die Diagnose wird bestimmt von Daten, von Laboren beurteilt und bewertet nach Abweichungen von statistisch ermittelten „Normwerten“, und/oder von Abbildungen, Momentaufnahmen oder bewegten Bildern. Diese Daten und Abbildungen beschreiben nur solche Störungen, welche die im Markt befindlichen Apparate erfassen können. Sie geben weder Auskunft über die Ursache der Störungen, noch über deren frühen und späteren Verlauf. Aus der Natur der Sache heraus. Alles was die Labore und Apparate nicht erfassen können, scheint eigentlich nicht zu existieren.

 

Bekanntlich ist die Geschichte der Labore und Apparate nicht einmal 100 Jahre alt. Es ist auch bekannt, daß die Labore und Apparate andere Methoden der Diagnostik nicht gänzlich haben verdrängen können. Aber diese Ableger der Industrialisierung haben in der Gegenwartsgesellschaft das Bewußtsein geprägt, als ob jene anderen Methoden der überlieferten und parallel existierenden Diagnostik „alternative Diagnostiken“ seien, was faktisch falsch ist. Die Labore und Apparate haben die Heilkunde nur industrialisiert und die Ärzte von den Kapazitäten und Möglichkeiten der Zulieferindustrie abhängig gemacht.

 

Der Trend der herrschenden Heilkunde in der jüngsten Zeit geht vom Partikularen zum Kollektiven, vom Individuum zu klassifizierten Gruppen, von Besonderheiten des Einzelfalls zu angeglichenen häufigsten Erscheinungsformen. Nicht aus prinzipiellen Erwägungen. Angeblich aus Gründen der Zweckmäßigkeit. Die Störungen im Inneren des einzelnen Menschen sind den „industriellen“ Erfordernissen folgend kollektiviert, „standardisiert“ worden. Normen, zulässige Abweichungen und selektive Pathologie bilden heute die handlungsweisenden Kategorien. Die Standardisierung der Krankheitsbilder und deren Medikation durch die Angebote der Pharmaindustrie beherrschen die Szene in der Heilkunde. Die Menschen werden ihnen zugeordnet. Der einzelne Mensch existiert immer weniger. Er hat doppelt Pech, wenn sein Leiden nicht häufig genug vorkommt und sich nicht auf gleiche Weise äußert wie bei anderen. Doppelt deshalb, weil er auf jeden Fall einer kollektiven Kategorie zugeordnet und danach behandelt wird.

 

Auch die folgende Behauptung dürfte keinen Widerspruch mobilisieren: Daß die Menschen überall Wissen im allgemeinen, auch Wissen über Störungen und deren Reparatur im „Wunderwerk“ Mensch im besonderen angesammelt hatten und ansammeln. Der Körper eines jeden Lebewesens und der „Körper“ eines Menschen im besonderen sind „Wunderwerke“ der Natur. Aber eben Werke. Sie funktionieren nicht immer. Störungen stellen sich ein. Es ist reichlich überliefert, was alles der Mensch überall auf der Erde über Organe des Körpers und über den Körper als Ganzes gewußt hat, um ihn im Mikro– und Makrokosmos reibungslos in Gang zu halten.

 

Um in das Innere des „Wunderwerkes“ hinein schauen zu können, wurden überall Methoden entdeckt, um Störungen festzustellen und über deren Ursachen eine Menge herauszufinden. Durchaus mit unterschiedlicher Qualität und Reichweite. Viele Wege sind beschritten worden, um tunlichst ohne Beschädigung der äußeren Hülle in das Innere hinein schauen zu können. Als Medien, als Werkzeuge, dienen dabei die Sinnesorgane und nicht als Ware gelieferte Instrumente.

 

Aus Veränderungen im Gesicht, an Augen, Nase, Ohren, Rachen, der Haut, der Temperatur des Körpers, an der Stimme, der Beweglichkeit der Glieder, durch Abtasten der Muskulatur und das Abhören des Rumpfes, Untersuchung der Körperflüssigkeiten und der Ausscheidungen, durch punktuelle Öffnungen der äußeren Hülle, werden Störungen abgeleitet und dann behoben. Alles individuell.

 

Es ist müßig zu fragen oder wissen zu wollen, wer–wann–wo–was entdeckt hat. Denn auf das „Copy right“ kam und kommt es nicht an, wenn es um das Wissen und um die Wissenschaft geht. Die Wissenschaft war nicht immer schon vermarktbar. „Copy right“ ist ein junges Phänomen. Ein Ausfluß dessen, was gemeinhin „Kapitalismus“ genannt wird.

*****

 

Im Nordwesten Deutschlands, in einer Kleinstadt an der Grenze zu den Niederlanden, in Weener, hat der Verfasser das Institut für natürliche Heilwesen entdeckt. In welchem Zusammenhang, darüber später mehr. Die Direktorin des Instituts, Frau Elfriede Fust, führt das Institut in erster Linie als eine Praxis zusammen mit drei Kolleginnen und veranstaltet regelmäßig Seminare zu drei Schwerpunkten: Pilze und Mykosen, Zeckenbißerkrankungen, Fußsohlendiagnostik– und Therapiemethode. Elfriede Fust ist im Kreis der Heilpraktiker bekannt. Die Praxis im Institut ist blühend. Wartezeiten für Termine gibt es von weit über einem Jahr. Täglich werden etwa 60 Patienten versorgt. Auch aus dem europäischen Ausland. Alle Selbstzahler. Die selbstredenden Heilerfolge stehen aber in diesem Forschungsvorhaben nicht zur Diskussion, sondern ausschließlich die von Elfriede Fust entdeckte und praktizierte Methode der Diagnostik, hier vorläufig genannt als „Beindiagnostik“, damit ihre Methode der Diagnostik nicht assoziiert wird mit der leidlich bekannten „Fußreflexmassage“. Darüber gleich mehr.

 

 

II. Abgrenzung unseres Erkenntniszieles

 

Die herrschende Heilkunde kann drei Netzwerke im Körper erfassen: D6e Muskelstränge, die Blutbahnen und die Nerven. Nur die Meßwerte dieser drei Netzwerke können als Grundlage für die Diagnose einer Störung dienen. „Können“ deshalb, weil die „Spezialisierungen“ in der Regel eine kausal zusammenhängende umfassende Bewertung der Störungen im ganzen Mensch systematisch verhindern. Von dem Zusammenhang, individuelle Krankheit und gesellschaftliches Umfeld, ganz zu schweigen. Alles was außerhalb dieser Meßwerte bzw. dieses Datensystems liegt, bleibt auch außen vor. So überschreitet die Diagnose selten die Schwelle der plausiblen Hypothesen mit kleiner Reichweite. Auf die Plausibilität kommt es an und nicht auf die tatsächliche Reichweite. Die Folge ist, daß ohne gründliche Diagnosen therapiert wird. Nur auf der Grundlage der Symptome. Selbst die umfassende Erhebung der Meßwerte bzw. Daten kostet naturgemäß Zeit und Geld. Beides wird immer knapper. Dieser Knappheit trägt die Diagnose Rechnung.

 

Diese Hervorhebung des Ist–Zustandes der vorherrschenden Heilkunde ist kein Werturteil, sondern eine Zustandsbeschreibung. Es ist unbestritten, daß immer mehr Teile unserer Lebensbereiche „standardisiert“ werden. Die Tücke der Standardisierung ist, daß sie nur wenig Abweichungen verträgt und die Besonderheiten aus dem Blick nimmt. Wir verzichten hier bewußt darauf, zu skizzieren, wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist, welche Interessen dabei verfolgt und durchgesetzt wurden, wer dabei gewonnen und wer dabei verloren hat.

 

Nach dem bisherigen Überblick des Verfassers sind die menschlichen Zehen, Füße und Beine als Zugang zur Diagnose vergleichsweise unerforscht geblieben. In der Kenntniswelt der Physiotherapie wird gelegentlich auf die „Fußreflexzonen“ und deren „Massage“ hingewiesen. In der „Wellness–Kultur“ wird sie warm angepriesen. In der industriellen Labor– und Apparateheilkunde wird sie ignoriert. Die Naturheilkundler haben sie als eine der Therapieformen oft in ihrem Angebot.

 

Daß es an den menschlichen Zehen, Füßen und Beinen Druckpunkte gibt, wie in anderen Körperteilen auch, die bei Berührung gelegentlich Schmerzen verursachen, wird von keiner Seite bestritten. Auch nicht, daß diese Schmerzen nach Drücken und Reiben des Druckpunktes bald wieder verschwinden. Der Konsens hört auf, wenn behauptet wird, daß ein von einem bestimmten Druckpunkt ausgehender Schmerz ein unmittelbarer Hinweis für eine bestimmte Störung im inneren des Körpers ist, also eine „Krankheit“ darstellt, die durch einen dosierten Druck und/oder durch Reibung dann auch beseitigt bzw. „geheilt“ werden kann. Auch dieser Disput ist kein Gegenstand in diesem Forschungsvorhaben. Aber diese Kontroverse führt zu jenem Gegenstand, der genauer erkundet und untersucht werden soll.

 

In diesem Zusammenhang ist es auch nicht wichtig zu wissen oder wissen zu wollen, ob auch schon den alten Ägyptern, Chinesen, Indern, oder den Inkas die unmittelbaren Verbindungen von äußeren Zonen in den Beinen, Füssen und Zehen zu bestimmten inneren Organen bekannt waren oder ob die „Dr. Fitzgerald(s)“, die „Therapeutin Ingham(s)“ oder die „Masseuse Marquardt(s)“ diese Verbindung zwischen inneren Organen im Körper und den „Fußreflexzonen“ erst in unserer Zeit entdeckt und bekannt gemacht haben. Hier stehen überhaupt keine Therapiewirkungen im Blickpunkt.

*****

 

Das vierte im Körper wirkende Netzwerk, das der Energie, ist von den Laboren und Apparaten noch nicht erschlossen. Deshalb bleibt der Energiekreislauf im menschlichen Körper außen vor. Die von Elfriede Fust entwickelte Methode der Diagnostik basiert auf dem Energiekreislauf im Körper.

 

Aus wissenschaftlicher Neugier hat der Verfasser über diese Methode der „Beindiagnostik“ (es muß uns ein griffiger Begriff noch einfallen!) von Elfriede Fust ca. 10 Stunden videographiert. Elfriede Fust kann durch Sichten, Abtasten, Drücken und „Verschieben der auf der Oberfläche liegenden Teilflächen der beiden Beine, von Knie abwärts, über die Fußrücken, über die Fußsohlen bis zu den Zehenspitzen, als Zugang zu tieferen Regionen“, Störungen in inneren Organen im Körper, in dem zentralen Nervensystem, im Skelett, in einem sehr frühen Stadium feststellen, also bevor sich Störungen in wahrnehmbaren Symptomen äußeren. Sie kann ihre Methode der Diagnostik auch anderen so beibringen, daß jeder angehende Labor– und Apparateheilkundler sie erlernen und anwenden könnte. Was sie noch nicht kann – und dies hat sie wohl mit den meisten Entdeckern gemein –, ist eine nachvollziehbare Wegebeschreibung hin zu ihren Entdeckungen über Wirkzusammenhänge des Energiekreislaufs im menschlichen Körper einerseits und über Wirkzusammenhänge zwischen dem Umfeld und des individuellen Körpers anderseits. Sie ist bislang auch nicht aufgefordert worden, die Wegebeschreibung zu liefern. Potentiell ist sie für Grundlagenforschung in diesem Bereich als Lieferant empirischer Erfahrungen wichtig.

 

 

III. Das Erkenntnisziel dieses Forschungsvorhabens

 

Elfriede Fust erzielt im Institut für natürliche Heilweisen gute Heilerfolge. Dies ist Fakt. Ihre Therapie, die in diesem Zusammenhang nicht zur Diskussion steht, folgt der Diagnose, die sie durch ihre Methode der Diagnostik erstellt. Ihre Behauptung ist, daß menschliche Beine vom Knie abwärts bis hin zur Zehenspitze über genau bestimmbare Zugänge zu inneren Organen verfügen, die es erlauben, den Zustand des jeweiligen spezifischen Organs in Zusammenhängen zu diagnostizieren. Die schon erwähnten Videographien legen nahe, daß ihre Methode der Diagnostik eine strenge interdisziplinäre wissenschaftliche Überprüfung verdient. Es ist also zu fragen, ob die Behauptung zutrifft, daß sich der Zustand der inneren Organe im menschlichen Körper in den Partien vom Knie abwärts bis hin zur Zehenspitze widerspiegelt.

 

Es kann nicht ausreichen, die unbestreitbaren Heilerfolge von Elfriede Fust über eine wissenschaftlich begründete Patientenbefragung als Nachweis für die Richtigkeit ihrer Behauptung zu erachten. Die auf ihre Methode der Diagnostik beruhenden Diagnosen müssen labortechnisch und/oder apparate–mäßig überprüft werden. Möglicherweise reichen die bereits bekannten Untersuchungsmethoden für diese Überprüfung aus. Die Labore sind gefragt.

 

Würden solche Diagnosen durch Methoden der industriellen Labor– und Apparateheilkunde bestätigt werden – vieles spricht dafür –, dann tauchte die Frage auf, ob die Anwendung dieser Methode der Diagnostik eine besondere, eine selten zu findende angeborene Sensibilität der Hände voraussetzt oder sie jedem Interessierten vermitteln werden kann. Wäre diese Methode der Diagnostik grundsätzlich vermittelbar, dann würde die Diagnostik im Ganzen um eine wichtige Facette reicher sein. Dies wäre die Praxisdimension.

 

Sollte die Methode der Diagnostik von Elfriede Fust diese Prüfung bestehen, dann sind die medizinischen Grundlagenforscher gefragt.

 

 

IV. Zur Vorgehensweise zur Erhebung von Grunddaten

 

Es soll eine Längsschnittdokumentation über die Methode der Diagnostik in der täglichen, realen Praxissituation im Institut für natürliche Heilweisen angefertigt werden. Und dies auf zwei Ebenen: eine videographische Dokumentation in langen ungeschnittenen Einstellungen und eine auf Beobachtung basierende protokollarische Dokumentation. Die Verantwortung für die videographische Dokumentation wird der Verfasser übernehmen. Die Verantwortung für die protokollarische Dokumentation soll bei dem Kooperationspartner liegen, der aus einer Universitätsklinik gefunden werden muß. Für die protokollarische Dokumentation wäre es sinnvoll, wenn der Kooperationspartner zwei Doktoranden mit dieser Aufgabe beauftragen würde. Die Zustimmung der Direktorin des Instituts für natürliche Heilweisen liegt vor. Sie ist auch damit einverstanden, daß sie die von ihr entdeckte Methode der Diagnostik für jede Wissenschaftlerin bzw. für jeden Wissenschaftler dokumentierbar demonstriert, die eine Kooperation in diesem Forschungsvorhaben erwägen.

 

Als Abschluß werden die Dissertationen und die Videodokumentation veröffentlicht. Die inhaltliche Ergänzung des hier skizzierten Forschungsvorhabens ist genau so selbstverständlich wie eine gemeinsame Aufstellung des Organisations –und Finanzierungsplanes.

 

V. Die Vorgeschichte zu den Erkenntniszielen

 

Das vorgeschlagene Forschungsvorhaben bliebe für den Kooperationspartner unvollständig, wenn die Vorgeschichte nicht in aller Kürze erzählt würde. Der Verfasser dieses Forschungsvorhaben bringt seine Ehefrau Dr. Gisela Aich zum Institut für natürliche Heilweisen als seine letzte Hoffnung. Sie litt unter Anämie. Der Hämoglobinwert sank fortlaufend von ca. 12,5 auf 7,8. Die industriellen Labor– und Apparateheilkundler im Bremen–Oldenburger–Raum hatten ihr Leben aufgegeben, sie wußten keinen Rat mehr, um sie von dieser angeblich unerklärbaren Anämie zu heilen. Die Direktorin des Instituts, Frau Elfriede Fust, sichtete und tastete die gesamten unteren beiden Beine und diagnostizierte, daß ihr Körper beinahe bis zur Lebensunfähigkeit verpilzt war. Dies war vor beinahe sechs Jahren. Heute hat sie einen Hämoglobinwert von 12,5 – 13. Bekämpft wurde ihre Anämie auf zwei Ebenen: Durch die von Elfriede Fust entdeckte „Beintherapie“ zur Wiederaktivierung des Energiekreislaufes im Körper und den von ihr verordneten homöopathische Nosoden verschiedener Potenzen gegen einen Pilz namens Mukor, der sich vom Eisen im Blut ernähren soll.

 

In der bereits erwähnten Videodokumentation konnten zwei bemerkenswerte Fälle festgehalten werden.

 

Der erste Fall:

Ein junges Mädchen, etwa im Alter Anfang zwanzig, stellt in einem Seminar ihre Beine als „Sichtdiagnoseobjekt“ zur Verfügung. Alle zwölf Teilnehmer des Seminars sichten die Füße und Beine zum ersten Mal. Bald merkt Elfriede Fust eher spontan an: „Mädchen, Du hast heute einen Sechser im Lotto gezogen.“ Sie hatte eine schlummernde Infektionsgefahr durch einen wahrscheinlichen Spinnenbiß diagnostiziert. Zu der Zeit hatte die junge Frau angeblich keine Beschwerden. Die Gefahr drohte, so Elfriede Fust, daß bei einer etwaigen Immunschwäche, wie sie häufig auch durch eine Behandlung mit Antibiotika verursacht wird, Beschwerden (Symptome) in Erscheinung treten könnten, die dann von industriellen Labore– und Apparateheilkundler als unerklärbarer Schmerz behandelt und später wahrscheinlich als „Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)“ oder „Multiple Sklerose (MS)“ eingestuft werden würde.

 

Der zweite Fall:

Ein Patient von Elfriede Fust stellt ebenfalls in einem Seminar seine Füße den Seminarteilnehmern für eine Sichtdiagnose zur Verfügung. Nach vielen Irrungen und Wirrungen war er durch einen Zeitungsartikel auf Elfriede Fust aufmerksam geworden. Er bemühte sich um einen Termin, den er schließlich nach einer Wartezeit von über einem Jahr bekam. Traurig genug. Aber er trug es mit Fassung, weil die industrielle Labor– und Apparateheilkunde ihn mit der Prognose entlassen hatte, daß er mit seinem „Prismenblick“ und Schmerzen bald als MS–Patienten im Rollstuhl festsitzen würde. Dieser Patient hatte einen langen Weg über seinen Hausarzt wegen Rückenschmerzen, über Orthopäden und Neurologen mit einer „MS“–Diagnose zurückgelegt und nicht wenig Antibiotika und Cortison schlucken müssen. Elfriede Fust diagnostizierte verschleppte Borreliose und begann ihre Therapie auch mit homöopathischen Nosoden. Das war vor zwei Jahren.

 

Heute, nach etwa 2jähriger Therapie sitzt er entgegen der Prognose industrieller Labor– und Apparateheilkundler nicht nur nicht als MS–Patient im Rollstuhl fest, sondern hat neue Beweglichkeit erreicht, und sein „Prismenblick“ hat sich zu erstaunlicher Sehschärfe gewandelt. Wie aber schon gesagt, steht in diesem Forschungsvorhaben nicht die Therapie zur Diskussion. Nein. Wie bereits hervorgehoben, hier wird die Methode der Diagnostik von Elfriede Fust auf den Prüfstand gestellt. Bemerkenswert ist, daß selbst in dieser fortgeschrittenen Phase der Therapie die Seminarteilnehmer die verschleppte Borreliose in den Zehenspitzen, Füßen und Beinen nachvollziehen konnten.

 

Es ist nicht zu bestreiten, daß in der Labore– und Apparateheilkunde viele nicht erklärbare Erkrankungen in einer fortgeschrittenen Phase als Defekte im Zentralnervensystem, als ALS oder MS „diagnostiziert“ und diese dann aus Hilflosigkeit mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt werden. Die meist aus dem Griechischen über das Lateinische übernommenen Begriffe wie „Amyotrophe Lateralsklerose“ (Amyotrophie = Nerven bedingter Muskelschwund und Lateralsklerose = seitliche Rückenmarkverhärtung oder „Multiple Sklerose“ (Multiple = vielfache und Sklerose = Verhärtung) verschleiern eher eine Hilflosigkeit durch das Nichtwissen als eine systematische Ursachenanalyse, Diagnose und Therapie. Wenn sich durch Labortests die Diagnose einer verschleppten Borreliose bei vermeintlichen MS Patienten überprüfen und bestätigen läßt, ist es auf jeden Fall angesagt, vor der eher hilflosen Verabreichung von Antibiotika und Cortison einen umfangreichen Borreliosetest durchzuführen. Es wäre dann auch angesagt, jene ungeklärten Fälle der vermeintlichen MS einem Borreliosetest nach der Methode der Diagnostik von Elfriede Fust zuzuführen. Voraussetzung für diese Perspektive ist, daß ihre Methode der Diagnostik vorurteilsfrei labortechnisch und auf den Prüfstand gestellt wird.

 

Die folgenden beiden Fälle sind durch Interviews dokumentiert. Die Patienten haben ihre Zustimmung zur Einsicht in die Patienenakten erteilt.

 

Der dritte Fall:

Ein junger Patient kommt am 17.01.2002 in die Praxis von Elfriede Fust ohne Termin. Er will warten, solange es notwenig ist. Elfriede Fust hört ihn zwischen zwei Patienten kurz an und gibt ihm einen Termin am Abend, am Ende des Tages. Sie hatte registriert, daß sein Gleichgewicht gestört war und daß er ein abgemagertes und eingefallenes Gesicht, fahle Gesichtshaut, tiefe Augenränder hatte, schwitzte, am ganzen Körper zitterte, es ihm an Energie mangelte, er physisch einem Zusammenbruch nah war und psychisch verzweifelt ist.

 

Der 28jährige Polizeikommissar, sportlich orientiert, beklagte sich zeitweilig über Schwindelgefühl, Übelkeit, Schüttelfrost, Ziehen und Stechen in Armen und Beinen, Oberbauchsschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsmangel. In vier Monaten hatte er eine lange Strecke der Labor– und Apparatemedizin hinter sich: Hausarzt, zwei Fachärzte, zwei Klinikaufenthalte in Oldenburg, ein weiterer in der Universitätsklinik in Münster. Alle haben ihn gründlich untersucht. Die Laborwerte waren in Ordnung, außer einem Leberwert, dem GPT–Wert. Diagnose: Alkoholschaden an der Leber und ansonsten eher ein Fall für die Psychotherapie. Für seine Beschwerden gab es keine erkennbaren physiologischen Indikatoren. Ihm wurde kein Medikament verordnet. Er verstand die Welt nicht, weil er nur gelegentlich Alkohol trinkt, wie er sagt, und psychische Ursachen kann er nicht finden. Er befürchtete Frühverrentung wegen Dienstunfähigkeit. Die Klinikaufenthalte hatte er vorsorglich selbst organisiert.

 

Durch ihre Methode der Diagnostik „sieht“ Elfriede Fust bei dem Patienten gestaute Lymphe, vergrößerte Leber, geschwollene Milz, gestörtes Gefäßsystem, blockierte Lendenwirbelsäule, Störungen im Zentralnervensystem und Verdauungsstörung. Ihre Diagnose ist: Verschleppte bakteriologische– und Virusinfektion wie auch parasitärer Befall. Durch die Anwendung ihrer kinesiologischen Tests identifiziert sie Bakterien, Viren und Würmer. Der Patient war vom Hundebandwurm (Echicoccose), von Bandwürmern (Taeniasis) und von Bilharziosis befallen. Außerdem hatte er auch eine Epstein–Barr–Virus–Infektion und eine Herpes–simplex–Infektion.

 

Auch wenn die Behandlungsmethoden hier nicht zur Diskussion stehen, müßte doch erwähnt werden, daß die Genesung durch die von Elfriede Fust entdeckte „Beintherapie“ und durch die von ihr verordneten homöopathische Nosoden verschiedener Potenzen vier Monate in Anspruch genommen hat. Der Patient arbeitet wieder normal in seinem Beruf und treibt Sport.

 

Er berichtete von seinem erkrankten Hund, den er in der Sterbephase begleitet hatte. Sechs Monate vor dem Beginn seiner eigenen Erkrankung.

 

Das letzte Fallbeispiel:

Ein 40jähriger chronisch Kranker wird 1998 auf Elfriede Fust durch einen Zeitungsbericht aufmerksam. Er ist berufsunfähig. Als Folge der Erkrankung. Chronisch–rezidivierende Abszesse unterschiedlicher Größe im gesamten Genitalbereich und im Darm. Durchfälle, bis zu 16 Entleerungen pro Tag. Am 08.01.1999 hat er endlich bei Elfriede Fust einen Termin. Er ist untergewichtig, abgemagert, geschwächt und kann kaum gehen. Er hat starke Schmerzen in den Knochen, im Bauch und am Ischiasnerv.

 

Am Beginn standen Durchfallkrankheiten. Siebzehnjährig erhält er die Diagnose Colitis ulcerosa, dann 19jährig die Diagnose Morbus Crohn. Bleibt ununterbrochen in therapeutischer Medikation mit unzähligen Antibiotika, Azulfidinen, Cortisonen, Claversal und Immunblockern. Verabreicht durch Haus– und Fachärzte (darunter auch 4 Professoren in Oldenburg, Berlin, Schleswig und Zürich), durch Kliniken (KHK Aurich, LK Sanderbusch, Städtische Kliniken Oldenburg, KH Links der Weser in Bremen, Klinik Benjamin Franklin in Berlin, Schleswig). Ohne Heilerfolg. Kurzfristige Erleichterungen wurden von immer heftigeren und häufigeren Schüben eingeholt.

 

Trotz der abgemagerten Beine des Patienten kann Elfriede Fust entzündliche Prozesse im gesamten Darmbereich, starke Lymphstauungen besonders im unteren Bauch– und Genitalbereich, Funktionsstörungen in Leber, Milz, Nieren, Nebennieren und im Hormonsystem feststellen. Auch beiderseitige Blockaden im ISG–Bereich und Störungen in der Lendenwirbelsäule.

 

Ihr kinesiologischer Test ergibt, daß der Patient befallen ist von: Candidiasis, Schistosomose, Yersinlosen (Enterocolitis: und Pestitis), Ascariden, Echinococcen, Oxyuren, Streptococcus haemolyticus, Peptostreptococcen, Bacterium coli, Haemophilus influenca, Gardnerella vaginalis und Cryptococcus neoformans.

 

Der Patient ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, hatte viel Berührungen mit Tieren, leider auch mit Ratten, die auf dem Hof immer wieder bekämpft werden mußten. Die Therapie von Elfriede Fust läuft immer noch. Während der sukzessiven Erfolge der Therapie von Elfriede Fust sind die Schübe weniger häufig und weniger heftig geworden. Die Abszesse sind weg. Der Patient hat während der therapeutischen Behandlung durch Elfriede Fust promoviert und ist nun berufstätig,

 

 

VI. Eine Herausforderung

 

Sollte die Methode der Diagnostik von Elfriede Fust jedem Interessierten vermittelbar und nicht weniger verläßlich sein wie die Labor– und Apparatediagnostik, wäre sie eine wichtige Ergänzung der allgemeinen Diagnostik und Materiallieferung für nicht nur medizinischer Grundlagenforschung. Hinzu kommt noch, daß diese Diagnostik sanft, schnell und preiswert ist, Störungen auch früh erkennt und damit die Möglichkeit erschließt, diese, durch welche Methoden der Therapie auch immer, früh zu beheben. Es ist eine Herausforderung und eine wertvolle Forschungsarbeit, diese Methode der Diagnostik gewissenhaft auf den Prüfstand zu stellen.

*****

 

Sämtliche deutschsprachige Universitätskliniken in Europa haben diesen Entwurf zu einem interdisziplinären Forschungsvorhaben erhalten. Alle haben darauf reagiert. Unterschiedlich, versteht sich. Eine interessante Geschichte. In meinem Blog

Universität Oldenburg: European Medical School oder die Systematik des Verleugnens, des Verfälschens und des Verdrängens. Teil V

Ein „Modellstudiengang Humanmedizin“?

werde ich diese Geschichte erzählen.

 

Wie berichtet, die viel gereisten Babette Simon und Eckhart Georg Hahn haben die Universität bereits verlassen. Sie haben ihren Gewinn durch ihr „Stell Dich ein“ kapitalisiert. Jeder Wechsel bringt Gewinn. Natürlich ist „Wissenschaftlern“ Geldverdienen näher als die Wissenschaft. Sie sind „intellektuelle Prostituierte“. Ich habe diesen Begriff „plagiiert“. Die Entstehungsgeschichte dieses Begriffs ist erzählt in meinem Blog:

Das Grundgesetz, Nachdenken über Demokratie – namentlich über die deutsche Spielart. Teil IX.

Gedanken zu: Macht, Medien, Manipulation, Moral.

 

Bemerkenswerterweise wird wieder ein Mediziner der neue Präsident der Universität Oldenburg sein. Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper (62), auch ein viel gereister. Ein Zufall? Hans Michael Piper hält die Gründung der European Medical School für ermutigend und will „die Internationalisierung der Hochschule“ und „die Zahl der englischsprachigen Studiengänge“ stark ausbauen.

 

Der neue Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg, Gregor Theilmeier (49), arbeitet bereits seit dem 1. Juni 2014 als Dekan. Er ist noch nicht viel gereist. Bei seinem Antritt hat er gesagt, die Nordwestzeitung berichtete ausführlich darüber (hervorgehoben von mir):

 

Der weitere Aufbau der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften in Oldenburg als Kooperationsprojekt mit den Oldenburger Krankenhäusern, eingebunden in die internationalen, regionalen und lokalen Zusammenhänge, stellt eine große akademische Herausforderung dar, der ich mich gern stelle. Ich bin durch meine Zeit an der MHH sehr durch die herausragende Qualität von Forschung, Lehre und Krankenversorgung geprägt und bin zuversichtlich, gemeinsam mit der ganzen Fakultät in Oldenburg, dem Chor der universitären Medizinstandorte in Niedersachsen, Deutschland und der EU eine weitere wohlklingende Stimme hinzufügen zu können."

 

In der Selbstdarstellung im Juni 2015 über neue medizinische Forschungen der Universität Oldenburg kann ich darüber nichts finden. Nichtsdestotrotz werden Promotion und Habilitation aus der Fakultät Medizin gemeldet. Die erste Promotion in 2014 wird bekanntgegeben, nachdem Gregor Theilmeier Dekan geworden ist. Im Juni 2015 sagt Gregor Theilmeier (hervorgehoben von mir):

 

Wir müßen die Fakultät insgesamt weiterentwickeln, die laufenden Berufungsverfahren in den verschiedenen Fächern erfolgreich zum Abschluß bringen, die Chefärzte, für die das möglich ist, durch das spezielle Berufungsverfahren im Oldenburg−Paragraphen des Gesetzes in die Fakultät holen, und dafür sorgen, dass die Binnenstruktur der Fakultät so aufgebaut wird, dass sie insgesamt gehfähig wird, …

 

Wie kommen in dieser noch nicht gehfähigen Aufbauphase im neuen Studiengang Promotion und Habilitation überhaupt zustande? Ich belasse es bei dieser Frage und enthalte mich eines Kommentars.

 

Im Juni 2015 spricht Gregor Theilmeier auch von der dritten „Kohorte von Studierenden an Bord“. Auch davon: „Das ist ein wichtiger Punkt, weil jetzt der Abschnitt der Ausbildung beginnt, in dem noch intensiver in den klinischen Fächern ausgebildet wird als während der ersten drei Jahre in unserem Modellstudiengang. Mit diesem Studienabschnitt werden neue Lehrformen angewendet. Wir sind dabei, dieses Wissen aus Groningen nach Oldenburg zu importieren.

 

Eigentlich ein Offenbarungseid. Aufrichtig und ehrlich. Gregor Theilmeier verantwortet nicht diese mißliche Lage. Aber stehen „neue Lehrformen“ in Groningen für Import nach Oldenburg wirklich bereit? Und was ist mit jenen Studenten, die jetzt im dritten Jahr ihres sechsjährigen Studiums sind? Wieviele Studienabbrecher gibt es bereits unter ihnen? Im Wintersemester 2015/2016 wird die Zahl der Studierenden auf 160 gewachsen sein, wenn es keine Studienabbrecher gäbe. Was wird mit den Studierenden geschehen, wenn der Wissenschaftsrat 2018/2019 zum neuen Studiengang „nein“ sagt?

 

Die Stellungnahme des zuständigen Wissenschaftsrates ist in meinem Blog:

Die Systematik des Verleugnens, des Verfälschens und des Verdrängens – Teil II

Universität Oldenburg erhält Humanmedizin als eine neue Fakultät

in Zusammenhängen beschrieben. Hier nur so viel: Der Wissenschaftsrat weist auf „den teilweise erheblichen Verbesserungsbedarf“ der „Erprobungsphase“ hin. Er betont, daß die EMS „keinen verallgemeinerbaren Modellcharakter für die Universitätsmedizin in Deutschland besitzt“. Er vermerkt unmißverständlich, daß „zur Gründung eines rechtlich selbständigen Universitätsklinikums durch einen Zusammenschluss von drei Oldenburger Krankenhäusern in der Rechtsform einer Gemeinschaft mit beschränkter Haftung ist außerdem unzureichend“.

*****

 

Der „internationale Zusammenhang“ mit der Universität Groningen in den Niederlanden ist für die orientierungswilligen Studierenden dort, milde ausgedrückt, verwirrend. Die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden Universitäten sind in meinem Blog:

Die Systematik des Verleugnens, des Verfälschens und des Verdrängens.

Beispiel: Humanmedizin an der Universität Oldenburg

ausführlich beschrieben. Hinzukommt nun noch die Sichtung der Selbstdarstellung der Groninger Universität im Juni 2015.

 

Das Studium der Medizin (Genesekunde) ist unterteilt in „Bachelor Medizin“ und „Master Medizin“. Jeweils dreijährige Studiengänge. „Bachelor Medizin“ befähigt zur nachhaltigen Verwaltung der Pflege im Krankenhaus. Danach kommt der Studiengang „Master Medizin“ als das klinische Studium. Im ersten Jahr des Studiengangs „Master Medizin“ findet das klinische Studium in den Universitätskliniken statt. Nicht in den Krankenhäusern. Im zweiten Jahr ist ein Praktikum bis zu 12 Wochen als eine Möglichkeit vorgesehen in einem Krankenhaus im Norden der Niederlande, oder in Oldenburg (Deutschland) oder in Curaçao. Im dritten Jahr sind wissenschaftlich basierte Spezialisierungen vorgesehen. Wenn alles gut läuft, kann nach dem 3. Jahr das Medizin Studium mit dem „Master Medizin“ abgeschlossen werden.

 

Die Studierenden der Medizin (Genesekunde) an der Rijksuniversiteit Groningen erfahren nicht:

Groninger Studierende haben die Möglichkeit,

ein Jahr in Oldenburg zu studieren.

 

Die Rijksuniversiteit Groningen vermarkten nicht:

Die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“

ist ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt der Universitäten Oldenburg und Groningen – und

mit diesem länderübergreifenden Profil einzigartig in Europa.

 

Es wird keine niederländischen Studierenden geben, die „ein Jahr in Oldenburg studieren“ in der „European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)

 

Die Studienbewerber der Medizin (Genesekunde) an der Rijksuniversiteit Groningen werden über „Messen in Deutschenland“ informiert. Unter anderem wird ein Hochschulinformationstag der Universität Oldenburg für den 05.06.2015 für die „Bachelor“ Studierenden angekündigt. Das ist alles.

 

Welcher Teil dieses sechsjährigen Studienganges „Genesekunde“ – Rijksuniversiteit Groningen will Gregor Theilmeier als „neue Lehrformen“… aus Groningen nach Oldenburg … importieren“? Das Studium der Genesekunde in den Niederlanden, wie schon berichtet, ist unterteilt in „Bachelor Medizin“ und „Master Medizin“, dreijährige Studiengänge jeweils. „Bachelor Medizin“ befähigt zur nachhaltigen Verwaltung der Pflege im Krankenhaus. „Master Medizin“ ist das klinische Studium weitestgehend in den Universitätskliniken. Die Rijksuniversiteit Groningen ist keine „Ausnahmeuniversität“ in den Niederlanden.

 

Das Medizinstudium an der Oldenburger Universität erstreckt sich über sechs Jahre. Ohne Unterteilungen in „Bachelor Medizin“ und „Master Medizin“. Sollten die Oldenburger Studierenden nach drei Jahre das Studium beenden wollen, können sie es nicht. Dann sind sie schlicht Studienabbrecher.

*****

 

Es mag viele politische Gründe gegeben haben für eine „Fakultät Medizin“ in der Universität Oldenburg. Das Land Niedersachsen hat die Investitionsmittel für die Ausstattung einer medizinischen Fakultät nicht. Was tun? Warum nicht ein Reformversuch, um die notwendigen Kosten für die Ausbildung der Ärzte zu senken? Bekanntlich sind mittlerweile „Billigmachen“ und „Reformieren“ Synonyme geworden. Es gibt genug „Intellektuelle Prostituierte“ für einen solchen Versuch. Gelingt der Versuch, ist wieder eine Bastion der öffentlich−rechtlichen Kontrolle der Qualität einer universitären Ausbildung niedergemacht. Gelingt der Versuch nicht, schadet es vor allem einigen verführten jungen Menschen als Versuchskaninchen. Unvermeidbarer „Kollateral“ Schaden, so zu sagen.

 

Die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“ mag mit seinem Anschein des „länderübergreifenden Profils einzigartig in Europa“ sein, mag auch „neue Wege in der Medizinerausbildung“ gehen. Im richtigen Licht gesehen ist aber das „Lehrkonzept“ schlicht auf das „handwerkliche Anlernen“ von möglichst viel Profit machender Krankenverwaltung ausgerichtet. „Neue Wege“ zum Kostensparen, Leistungen kürzen und immer mehr Profit machen. Die Macher dieses Menschenversuchs plagiieren viele Begriffe als Worthülsen und setzen sie werbewirksam ein: Praxisorientiert, forschungsbasiert, hochqualifiziert, problemorientiertes Lernen, Kommunikationsschulung, konsequente Forschungsbezüge, Forschen in standortübergreifenden Projekten, innovative Behandlungsmethoden, einen profunden Einblick, Staatsexamen, Masterabschluss.

 

Dieses „handwerkliche Anlernen“ findet statt in Krankenhäusern und in Privatpraxen der Mediziner vor Ort. Beide Typen der Einrichtung sind nicht ausgerichtet, über das eigene Tun Gedanken zu machen, nachzudenken. Sie müssen Geld machen. Die Krankenhäuser, in welcher Rechtsform auch immer, sind einem beinharten Konkurrenz−Kampf ausgeliefert. Allein in Deutschland geht es um einen Gesamtkuchen von der Größe von ca. 300 Milliarden Euro. Krankenhäuser werden im freien Markt aufgekauft von Aktiengesellschaften, wenn diese ihre Selbständigkeit finanziell nicht verteidigen können. Selbst „Universitätskliniken“ sind schon privatisiert worden, weil der „Staat“ bereits verarmt ist. Uns wird gar versucht glauben zu machen, daß die neue privatisierte „Wirtschaftlichkeit“ eine Verbesserung für die Kranken sei. Die privaten Anteilseigner lachen sich kaputt und machen Profite.

 

Die Mediziner in den Krankenhäusern besitzen weder Zeit noch die Befähigung, Anderen etwas anderes beizubringen als ihr „Standardprogramm“. Ihr „Standardprogramm“ beinhaltet schlicht möglichst viel Geld zu machen und zu kämpfen, um einen immer größeren Teil des ca. 300 Milliarden Euro Kuchens für sich zu sichern. „Patienten“ spielen eine sekundäre Rolle. Mediziner und Krankenhäuser haben die „Krankenpflege“ zur Ware degradiert. Die „Krankenpflege“ in den Krankenhäusern hat wenig mit der Widerherstellung oder Erhaltung der Gesundheit zu tun.

 

Die Privatpraxen der Mediziner sind ausgestattet mit Geräten und Computerprogrammen, beliefert von Oligopolen der Geräte− und Pharmaindustrie. Ein multibillionen Geschäft. Die Privatpraxen der Mediziner sind die untersten betriebswirtschaftlichen Einheiten dieses Kampfes um höheren Profit bei der Krankheitsverwaltung. Es ist ein Krieg. Was sollen, was könnten diese Betriebe den unbedarften Studierenden vermitteln? Wie die Kranken billigst, betriebswirtschaftlich optimierend, abgefertigt werden können? Die Mediziner in den Privatpraxen können immer seltener noch Ärzte sein. Und wenn sie Ärzte bleiben wollen, hätten sie wirklich keine freie Zeit für einen „Modellstudiengang Humanmedizin“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

 

Die Oldenburger Krankenhäuser und einige Privatpraxen niedergelassener Mediziner in und um Oldenburg als einen besseren Ersatz für funktionsfähige Universitätskliniken an die Studierenden zu verkaufen, ist, gelinde ausgedrückt, unmoralisch. Mit dieser Parole wird unterschwellig auch die Botschaft gesendet, daß (noch funktionsfähige) Universitätskliniken in der Lage wären, einen „Modellstudiengang Humanmedizin“ aufzulegen. Nein. Sie sind nicht in der Lage. Die vorherrschende industrialisierte Medizin läßt keinen Raum frei für einen Modellstudiengang Humanmedizin. Aus der Natur der Sache heraus. Industrialisierte Medizin kann nicht Humanmedizin sein.

*****

 

Industrialisierte Medizin führt einen Krieg gegen das überlieferte Wissen über die Erhaltung der individuellen Gesundheit. Es ist ein Krieg der „vorherrschenden Medizin“ gegen die vielen „Jürgen Renkens“, gegen die vielen „Elfriede Fusts“, gegen das althergebrachte Wissen, daß jeder Mensch eine eigene „Beschaffenheit“ hat. Die Diagnosen und Therapien der „Jürgen Renkens“ und „Elfriede Fusts“ sind individuell. Sie wissen, daß Menschen keine „Schrauben“ oder andere „Werkstücke“ oder keine von Menschen hergestellte Massenwaren sind. Sie wissen, daß die Gesellschaft kein „Labor“ ist. Alle „Standardisierungen“, die „Erbsenzählungen", die „Prozentrechnungen“ sind Kampf− und Kriegsinstrumente gegen das überlieferte Wissen. Die industrialisierte Medizin hat mit der Wissenschaft, mit dem Suchen nach Wissen ohne „halbzeitwerte nichts gemein.

 

Die „Diagnosen“ der vorherrschenden „Mediziner“ beruhen auf der Kenntnisnahme der auf der Oberfläche sichtbar gewordenen Zeichen, der Symptome, und nicht die der individuellen Beschwerden und deren Ursachen. Es interessiert den „Mediziner“ wenig, sie sind auch nicht trainiert und verfügen nicht über die Zeit, sich Gedanken über Bedingung− und Wirkzusammenhänge der individuellen Beschwerden zu machen. Die von industriellen Hersteller gelieferten „medizinischen Geräte“ in den Privatpraxen, die nach den gängigen standardisierten Verfahren arbeitenden „Labore“ und die Pharmaindustrie statten die „Mediziner“ mit „Schnellfeuerwaffen“ aus, um wirkungsvoll „aus der Hüfte zu schießen“. Schwächung der Feinde ist das Ziel. Tötung als Option nicht ausgeschlossen. Und wer ist der „Feind“?

 

Es wird verschwiegen, daß die Erfindung und Entwicklung der Mordmaschinerie gegen die Krankheitssymptome und gegen die „feindlichen“ Menschen in den gleichen „Waffenschmieden“ stattfindet wie beispielsweise in Los Alamos National Laboratory, eine Forschungseinrichtung der „USA“− Regierung in Los Alamos, New Mexico. Sie ist in erster Linie ein Kernforschungszentrum. Sie ist bekannt durch das Atomwaffenprogramm „Manhatten−Projekt“ und durch die erste Atombombe. Sie betreibt heute neben dem Stockpile-Stewardship-Programm zur Erhaltung des vorhandenen Nuklearpotentials auch Grundlagenforschung auf den Gebieten Physik, Chemie und Biologie. Ohne diese Forschungen gäbe es keine „Mordmaschinerie“ gegen die Krankheitssymptome. Los Alamos National Laboratory ist weiterhin militärische Sperrzone. Sie ist das Vorbild aller Kernforschungszentren der Welt.

 

Die Mordmaschinerie ist nicht Selbstzweck. Der Zweck ist, sich das „Vermögen“ anderer anzueignen, Andere auszubeuten. Mit Gewalt. Mit sanfter Gewalt wenn möglich. Mord als letzte Möglichkeit nicht ausgeschlossen. Als Warnung für die Anderen. Tote „Sklaven“ bringen keinen Gewinn. Ohne die Ausbeutung der Arbeit der „Sklaven“ gibt es keinen Gewinn. Ohne Gewinn entsteht kein Reichtum.

 

Warum ich die USA in Anführungen gesetzt habe? Weil die sogenannten Vereinigten Staaten von Amerika eine der größten Mogelpackungen ist, die europäische Christen in der Ära Vasco da Gama je kreiert haben. Die europäischen Christen haben einen riesigen Kontinent überfallen, erobert, die Bevölkerung ausgerottet.

 

Mein Blog:

Der ISIS und die „USA“

dokumentiert diese Geschichte ausführlich.

*****

 

Die überlieferten Binsenwahrheiten werden vergessen gemacht. Wissen wir noch, wie das grundlegende Verhältnis, „Der Herr und der Knecht“ seit jeher ist? Der Herr bestimmt. Absolut. Der Herr setzt die Regeln seiner Herrschaft über die Knechte. Aber der „Herr“ ist zugleich auf seinen „Knecht“, auf seine Knechte angewiesen. Die Knechte müssen durch die gesetzten Regeln so in die Herrschaft eingebunden werden, daß den Knechten die Abhängigkeit der Herrschaft von der Knechtschaft nicht bewußt wird. Mit der wachsenden Zahl der Knechte wächst die Chance für die Knechte, die gesetzten Regeln der Herrschaft in Frage zu stellen, gegen die Regeln Widerstand zu leisten, die Herrschaft zu beenden.

 

Die Herrschenden beugen vor, daß kein Widerstand seitens der Knechtschaft wachsen kann. Sie verteilen ihre Gunst unterschiedlich auf die Knechtschaft. Teile und herrsche. Die unterschiedliche Verteilung der Gunst wird geregelt. Wege zum geregelten „Aufstieg“. Aus Regeln werden Gesetze. Aus Gesetzen werden Gesetzeswerke. Je mehr, umso wirkungsvoller. Knechtschaft wird kreativ umbenannt. Tendenziell wir das Grundverhältnis: „Der Herr und der Knecht“ vergessen gemacht. Dieses Grundverhältnis wird zum „Interna“ gegenüber den „Anderen“ propagiert: Wir das Volk, unser Glaube, unsere Norm, unsere Regeln, unser Gesetz, unsere Kultur, unsere Verwaltung, unser Staat und vieles mehr.

 

Das „Interna“, das „Binnenverhältnis, das „wir−Verhältnis“ wird vernebelt. Dafür sorgen viele von der Herrschaft geschaffene Einrichtungen, vom „Erziehungswesen“ aufwärts. Die Kreativität ist weitreichend: Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Brüderlichkeit, Gleichheit, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Humanität und vieles mehr.

 

Die Grunderkenntnis ist, daß der herrschende Glaube der Glaube der Herrschenden ist, daß die herrschende Norm, die Regel, das Gesetz das Gesetz und so weiter ebenso die Einrichtungen der Herrschenden sind. Diese Grunderkenntnis kann deshalb nicht unwirksam geworden sein, weil Karl Marx sie mit Nachdruck propagiert hat. Auch nicht die Grunderkenntnis, daß die Herrschenden sich das „Vermögen“ der Beherrschten aneignen, die Beherrschten ausbeuten. So entsteht der Reichtum der Herrschenden. Dies ist die elementare Voraussetzung für Aufrüstung, also die Waffenproduktion, um Beute in der Fremde zu machen. „Soldaten“ bedienen die Waffen und morden in der Fremde. Die Herrschenden sind nie Soldaten. Es sind die Beherrschten. Die Soldaten werden durch ihren Sold am Raub− und Ausbeutungsgewinn beteiligt. Gefallene Soldaten sind „Volkshelden“. Ist es uns bewußt, daß 95 % der Mordmaschinerie von europäischen Christen in drei Kontinenten produziert und Weltweit vertrieben werden?

 

Ich ziehe nach diesem kurzen nachdenklichen Ausflug in das überlieferte Wissen den Schluß: Alles Herrschende ist Machwerk der Herrschenden. Die herrschende „Medizin“ ist die „Medizin“ der Herrschenden. Die herrschenden „Waffenschmieden“ und „Schnellfeuerwaffen“ sind „Waffenschmiede“ und „Schnellfeuerwaffen“ der Herrschenden. Die herrschenden „Mediziner“ sind die Soldaten der Herrschenden. Nichts fällt vom heiteren Himmel. Die Herrschenden planen, lassen herstellen, verkaufen, wenden all dies für die Unterdrückungen. Tötung der „Feinde“ ist die Option. Mit Tötung wird viel Geld verdient. Wie gesagt, ein Krieg ist nie ein Selbstzweck.

 

Die „Mediziner“ bekriegen Krankheitssymptome, die sie zum erheblichen Teil selbst verursachen im Verlauf ihrer Verwaltungstätigkeit für die Kranken. Ihre „Diagnosen“ sind nicht forschungsorientiert. Ihre „Diagnosen“ sind nicht „forschungsbasiert“. Sie glauben ihren Lieferanten. Sie verlassen sich auf das „Versprechen“ ihrer Lieferanten. Tierversuche sind keine wissenschaftliche Betätigung. „Klinische Studien“ sind keine wissenschaftliche Suche. Menschenversuche sind Verbrechen.

 

Die Herrschaft der „vorherrschenden Medizin“ ist die industrielle Verwaltung von „Krankheiten“. Sie strebt das Monopol über die Verwaltung der „Kranken“ an. Der Kampf um die Monopolbildung ist ein andauernder Krieg. Es ist ein Krieg, in dem die „Mediziner“ die Soldaten sind. Soldaten fragen nicht. Soldaten dürfen nicht fragen.

 

Diese Verwaltung der „Kranken“, dieser andauernder Krieg, bedient sich der industriell produzierten Waffen gegen die vermeintlichen Verursacher der Krankheitssymptome. Sie schneiden „schadhafte Teile“ des ganzheitlich funktionierenden Menschen weg, sie beschießen in dem menschlichen Körper auf die vermeintlichen Verursacher der Symptome, sie vergiften den Körper mit synthetisch hergestellten „Drogen“. Es ist ein Krieg, in dem die „Mediziner“ gutbezahlte Soldaten sind. Auf die „Mediziner“ als Soldaten im Allgemeinen und auf die „Soldatenanwärter“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, auf jene Studierende der „European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“ im besonderen, komme ich in einer kurzen Weile zurück.

*****

 

Im Zusammenhang mit „Soldaten“ denke ich an Kurt Tucholsky (1890 – 1935) und an Carl von Ossietzky (1889 – 1938). Würde Kurt Tucholsky angesichts der Degradierung der Ärzte zum „Mediziner“ und „Mediziner“ zum Soldaten auch in einer Glosse schreiben: Mediziner sind Mörder? Mit hoher Wahrscheinlichkeit vermute ich, Kurt Tucholsky würde heute schreiben: „Mediziner sind Mörder“, wie einst in 1931, als er schrieb „Soldaten sind Mörder“.

 

Würde er auch 2015 eine Zeitschrift wie die „Weltbühne“ in Deutschland finden für die Veröffentlichung einer solchen Glosse? Ich bin mir nicht so sicher. Würde er einen Herausgeber und Chefredakteur mit Verantwortungsbewußtsein finden wie einst Carl von Ossietzky? Gewiß nicht. Es ist jener Carl von Ossietzky, dessen Name mit der „European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“ von den Oberen der Oldenburger Universität mißbraucht wird.

 

Carl von Ossietzky hat sich ein Leben lang für Frieden und für Freiheit in Gedanken und Überzeugungen eingebracht. Verfolgt von der Macht und Herrschaft. Ins Ausland zu gehen, war seine Sache nicht. „Ich gehe nicht aus Gründen der Loyalität ins Gefängnis, sondern weil ich als Eingesperrter am unbequemsten bin. Ich beuge mich nicht der in roten Sammet gehüllten Majestät des Reichsgerichts, sondern bleibe als Insasse einer preußischen Strafanstalt eine lebendige Demonstration gegen ein höchstinstanzliches Urteil, das in der Sache politisch tendenziös erscheint und als juristische Arbeit reichlich windschief.

 

Im Zusammenhang mit „Soldaten“ drängt sich mir immer eine schlichte Frage auf: Würde es Kriege geben, wenn „Soldaten“ abhanden kämen? Als einfacher Mensch kann ich ausrechnen, was geschehen würde, wenn die sicheren Verlierer im „Modellstudiengang Humanmedizin“ an der „Carl von Ossietzky Universität Oldenburg“, jene 40 Studierende pro Jahr, etwas Sinnvolleres tun würden als „Soldatenanwärter“ des industriellen Komplexes der Verwaltung von „Krankheiten“ zu spielen.

 

Der Teil V des Blogs:

Universität Oldenburg: European Medical School oder die Systematik des Verleugnens, des Verfälschens und des Verdrängens.

folgt bald.

 

 

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